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Roggenburg

19.02.2015

Wenn das Kloster zur Tankstelle wird

Das Team der Prämonstratenserpatres Gilbert Kraus, Joachim Geilich, Lukas Sonnenmoser und Johannes-Baptist Schmid möchte mit dem Programm Suchende aller Konfessionen und Weltanschauungen willkommen heißen.

Abendgesänge, Paar-Wochenende oder Vater-Kind-Tage: Jeder kann ab sofort im „Geistlichen Zentrum Kloster Roggenburg“ Kraft schöpfen. Patres stellen ihr Programm vor.

Die Auferstehung des Klosters Roggenburg aus Ruinen und seine Wiederbesiedlung durch den Orden der Prämonstratenser wird von vielen als „Wunder von Roggenburg“ bezeichnet. Die äußere Restaurierung des Klosters ist abgeschlossen. Nun könne sich der Konvent auf seine Angebote als „Geistliches Zentrum“ konzentrieren, wie Prior Pater Stefan Ulrich Kling in einem Gespräch betonte. Seit über 875 Jahren sei das Kloster Roggenburg ein geistlicher Ort der „Suche nach dem Mehr im Leben,“ an dem neue Kraft aus tiefen Quellen geschöpft werden könne. Das Kloster, die katholische Pfarrgemeinde und das Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur heißen mit dem Angebot „Geistliches Zentrum Kloster Roggenburg“ Suchende aller Konfessionen und Weltanschauungen willkommen, die sich für Angebote christlicher Spiritualität interessierten oder einfach in der wohltuenden Atmosphäre des Klosters auftanken wollten.

In einem umfangreichen Programmangebot werden die verschiedenen Wege zu den spirituellen Zielen beschrieben, auf denen die Patres des Klosters Suchende begleiten wollen. Exerzitien im Alltag, Tage im Kloster für Männer ab 16, Freundschaft schließen mit sich selbst, Vater-Kinder-Tage, Abendgesänge zur Fastenzeit, Wochenende für Paare oder Familienwochenenden: So sind nur einige klösterliche Themenkreise überschrieben. Von Menschen und Göttern über Orgelwanderungen und Menüs für die Liebe bis zu Waldfantasien und Trommelkreisen reicht das Angebot des Bildungszentrums, das hier nur auszugsweise angedeutet werden kann. Der „Frei-Tag“ im Kloster, der innerhalb des „Jahres der Orden“ an zehn Terminen im Jahr stattfindet, soll als Beispiel für alle geistlichen Angebote stehen. „Nachttankstelle im Kloster“ ist der erste „Frei-Tag“ am 20. Februar um 20 Uhr überschrieben. Beginnen wird der Abend in besinnlicher Atmosphäre mit einem meditativ gestalteten Gottesdienst, der von der Musikgruppe „Pro Vobis“ mit schwebenden Gesängen umrahmt wird. Innerhalb der Messfeier in der Klosterkirche wird es in einer „Katechese“ die Möglichkeit einer ganz persönlichen Glaubensvertiefung mit Einzelsegen geben. Nach der liturgischen Feier klingt der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein im Kloster aus.

Dort kann man mit den Patres zum Beispiel auch über die Inhalte und Veränderungen von pastoralen Begriffen wie der „Katechese“ diskutieren. In dieser geht es, wie im gesamten Programm des „Geistlichen Zentrums Kloster Roggenburg“ um den ganzen Menschen, um Verstand, Gefühl und persönlichen Lebensstil. „Leben sollte mehr sein als nur Arbeit, Schlaf und Essen“, schreibt Prior Pater Stefan Kling im Vorwort der Programmankündigung. (mde)

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