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Bauausschuss

10.07.2013

Wettbewerb für neuen Bahnhofsplatz

Der Bahnhofsplatz in Ulm soll neu gestaltet werden. Dazu lobt die Stadt einen Wettbewerb aus. Das hat der Bauausschuss gestern beschlossen. Die Zahl der Fahrspuren auf der Friedrich-Ebert-Straße soll entgegen dem Vorschlag der Verwaltung gleich bleiben – vier für Autos, zwei für Busse und Straßenbahnen.
Bild: Andreas Brücken

Freiflächen werden umgestaltet. Fahrspuren auf Friedrich-Ebert-Straße bleiben

Ulm Die Stadt Ulm startet im Herbst einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Bahnhofsplatzes. Das hat der Bauausschuss des Gemeinderates gestern Abend mit deutlicher Mehrheit bei zwei Gegenstimmen beschlossen. Gefordert ist nicht nur ein attraktiver neuer Platz vor dem Hauptbahnhof, sondern auch eine Neugestaltung der Bus- und Straßenbahnhaltestellen sowie der Friedrich-Ebert-Straße. Bestandteil des Wettbewerbs sind zudem die Zugänge zur Bahnhofspassage sowie die Integration des Fahrradverkehrs. Ebenso müssen die Wettbewerbsteilnehmer sich über die Zufahrtsmöglichkeiten für Taxifahrer und über Kurzzeitparkplätze Gedanken machen. Ergebnisse sollen bis nächstes Jahr vorliegen.

Knackpunkt in der Diskussion gestern im Ausschuss war die Frage nach der Zahl der Fahrspuren in der Friedrich-Ebert-Straße. Die Verwaltung schlug vor, diese von vier auf zwei zu verringern. Zugrunde lag eine Verkehrsprognose bis 2030. Demnach würden zwei Spuren für den Autoverkehr zwischen Hauptpost und der Zufahrt zum Busbahnhof genügen. Der Vorteil wäre, dass so mehr Freiraum für den eigentlichen Bahnhofsplatz bliebe. Auch für die Fußgänger wäre diese Variante aus Sicht der Verwaltung besser.

Mit der Mehrheit der Räte war das allerdings nicht zu machen. „Es ist unvorstellbar für uns, dass dort eine Fahrspur entfällt“, machte Siegfried Keppler (CDU) deutlich. Auch Gerhard Bühler (FWG) befürchtete massive Engpässe an dieser Stelle, ebenso Rose Goller-Nieberle (FDP). Birgit Schäfer-Oelmayer (Grüne) bemängelte, dass die Bürgerbeteiligung beim Projekt Citybahnhof ins Stocken geraten sei und zu scheitern drohe. Wegen vieler ungeklärter Fragen könnten die Grünen der Auslobung nicht zustimmen. Dorothee Kühne (SPD) war wie die Mehrheit gegen eine Aussetzung des Themas: „Die Straßenbahn droht zu scheitern, wenn wir heute die Bremse ’reinhauen.“ Hintergrund: Die neue Straßenbahnlinie 2 geht ab 2017 in Betrieb und muss spätestens 2019 abgerechnet sein, sonst gehen der Stadt Fördermittel verloren. „Wenn wir ein Projekt voranbringen müssen, dann ist es das“, sagte Baubürgermeister Alexander Wetzig.

Er merkte an, dass das Thema unheimlich komplex sei und im Rahmen der Bürgerbeteiligung eben nicht alles machbar sei. Aufgabe des Wettbewerbs sei es, die massiven Verkehrsfunktionen an Ulms wichtigstem Knoten zu gestalten und ins Stadtbild zu integrieren – „nicht nur der schöne Vorlegeteppich vor der Bahnhofshalle“. Dazu zählen auch die ÖPNV-Haltestellen, die mit zwei Bahnsteigen 120 Meter lang werden sollen. Das neue Bahnhofsgebäude wird erst später geplant, ebenso die unterirdische Passage, von der aber jetzt schon feststeht, dass sie deutlich breiter als die heutige Unterführung werden soll. Nicht Teil des Wettbewerbs ist der Ausgang der Bahnhofspassage zur Innenstadt – nach derzeitiger Planung Richtung Sedelhöfe – sowie die geplante Tiefgarage mit 800 Stellplätzen. "Kommentar Seite 29

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