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Wetter: Kälte: Jetzt versagt sogar das Streusalz

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Kälte: Jetzt versagt sogar das Streusalz

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    Haufenweise Streusalz auf dem Bauhof in Jungingen: Jetzt wirkt es nicht mehr.
    Haufenweise Streusalz auf dem Bauhof in Jungingen: Jetzt wirkt es nicht mehr.

    Landkreis In der Region ist es derzeit so kalt, dass sogar das Streusalz versagt. Durch die anhaltenden zweistelligen Minustemperaturen verliert es seine Wirkung. „Normales Streusalz hat eine Abtauwirkung bis lediglich minus acht Grad“, sagt Alessandro Calabrese von den Entsorgungsbetrieben Ulm. „Das reicht auch an den meisten Tagen im Winter gut, nur gerade im Moment eben nicht“, sagt er weiter. Trotzdem bringt die herrschende Kältewelle den Winterdienst nicht zum Erliegen.

    Um auch bei der extremen Kälte die Straßen sicher zu machen, kommt das sogenannte Feuchtsalzstreuverfahren zum Einsatz. Dabei wird das Salz mit einer konzentrierten Salzlösung gemischt. Dadurch bringt das Salz Schnee und Eis auch bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad zum Schmelzen.

    Auch der Schneefall führt bei diesem Frost zu erhöhter Unfallgefahr. So kann die unterste Schicht des Schnees sofort gefrieren. „Auch wenn wir sofort ausrücken, können wir dies nicht verhindern“, sagt Calabrese, „sondern nur die oberen Schneeschichten abtragen.“ Den Rest müsse dann das „Feuchtsalz“ erledigen. Abhilfe gegen das Rutschen auf Gehwegen und Straßen schafft auch Splitt. Doch Alfons Harder, Leiter des Weißenhorner Bauhofs, gibt zu bedenken, dass Splitt nur „bedingt geeignet ist“, da es zwar gegen das Rutschen hilft, nicht aber das Eis zum Schmelzen bringt. Außerdem werde Splitt bei fortgesetztem Schneefall vom gefrierenden Schnee umschlossen, sodass es mit der rutschhemmenden Wirkung schnell vorbei ist. Doch Splitt hat für Harder auch einen großen Vorteil: „Er ist umweltfreundlicher als Salz.“

    Während die Winterdienste in der Region fast rund um die Uhr im Einsatz sind, um die Straßen befahrbar zu halten, haben auch die Autofahrer selbst sich offenbar gut auf den Frost eingestellt. Wie die Polizei meldet, gab es kaum Unfälle durch Schnee und Glätte. (ori)

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