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Wie Corona den Schulstart im Kreis Neu-Ulm trübt

Wie Corona den Schulstart im Kreis Neu-Ulm trübt
Kommentar Von Oliver Helmstädter
11.09.2020

Plus Hygiene-Regeln an Schulen sind in der Theorie nachvollziehbar - auch wenn Lernzustände wie vor 50 Jahren die Folge sind und der Alltag der Schüler viele Regeln sinnlos erscheinen lässt.

heo@nuz.de

Zum Glück hat die Schule wieder begonnen. Auch wenn die Corona-Pandemie viele Probleme aufwirft. Es ist völlig nachvollziehbar, dass Hygiene-Regeln aufgestellt wurden. Dafür müssen aber Lernzustände wie vor 50 Jahren in Kauf genommen werden: Frontalunterricht statt des gewohnten Morgenkreises oder des Austauschs in der Gruppenarbeit. Gelernt wird in Reih und Glied. Auch außerhalb des eigentlichen Unterrichts fallen wertvolle Lernräume weg: Durch strikte Trennung der Klassen gibt es in Grundschulen keine Berührungspunkte mehr unter den Jahrgangsstufen. Das ist schade.

Sport- und Schwimmuntericht muss leider ausfallen

Schade ist auch, dass es keine echte Perspektive für den Sport- und Schwimmunterricht gibt. Weil Abstand halten in kaum belüftbaren Umkleiden nicht möglich ist, fällt Bewegung erst mal aus. Die holen sich die Kinder dann direkt vor der Schule auf dem Spielplatz. Ohne Maske, die ein paar Meter weiter auf dem Schulhof Pflicht ist. Wie auf Abstände gepfiffen wird, die gerade noch in strenger Manier eingefordert wurden, können die Lehrer nach Schulschluss aus den Fenstern ihrer Klassenzimmer beobachten. Klar, das frustriert.

Wie Corona den Schulstart im Kreis Neu-Ulm trübt

Die Frage, ob Bayern wirklich genügend in Bildung investiert, wird sich mit der ersten Grippewelle vermutlich von selbst beantworten: Denn nachdem aus Corona-Gründen bei Erkrankung von Lehrkräften die Schüler nicht mehr auf verschiedene Klassen aufgeteilt werden dürfen, wird der seit Jahren notorische Lehrermangel noch sichtbarer als sonst. Mehr Unterrichtsausfälle werden – bis zur Entwicklung eines Impfstoffes – die Folge sein.

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