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Reunion

24.06.2019

Wie damals: Gravestone lassen es so richtig krachen

Nach 35 Jahren Bühnenabstinenz zeigten Gravestone bei „Rock in Zell“, dass sie nichts verlernt haben.
Bild: Roland Furthmair

Die Heavy-Metal-Kultband gibt bei „Rock in Zell“ ein starkes Comeback. Und wer weiß, was nächstes Jahr kommt?

Als geniale Entscheidung erwies sich für die Verantwortlichen des Illerzeller Dorffestes, auch im dritten Anlauf den Eröffnungsabend mit „Rock in Zell“ zu starten. Bereits seit Wochen gab es keine Tickets mehr für das Heavy-Metal-Spektakel im Illerzeller Festzelt. Den wohl größten Anteil an der großen Nachfrage hatte die Reunion der einst international bekannten Hardrock-Band „Gravestone“, die nach 35 Jahren Bühnenabstinenz nichts, aber auch gar nichts von ihrer ehemals großen Beliebtheit eingebüßt hatte. „Fantastisch. Es ist hier wie ein Klassentreffen, die ganzen Leute und Typen aus der Jugendzeit wieder zu sehen. Einst sind wir mit den Mopeds zu den Konzerten in die Donauhalle gefahren, um mit 4000 Leuten Gravestone zu feiern, nach drei Jahrzehnten ist genau dieses Gefühl wieder da“, freute sich Karin aus Vöhringen schon im Voraus darauf, die besten Songs von den bekannten Alben der Rockband in vorderster Reihe zu erleben.

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Aber auch auf den hintersten Zeltplätzen, rundum im Freigelände und im Biergarten des Landgasthofes „Brückle“ bekamen alle mit, dass die Rockmusiker um Frontmann Berti Majdan nichts verlernt hatten. Natürlich wurde beim Set mit den besten Songs wie „Rock ’n’ Roll is Easy“, „I love the Night“ oder „Creatin a Monster“ nicht nur textsicher mitgesungen, sondern abgetaucht in die Welt des rauen, schnellen Heavy Metal mit sägenden Gitarren und markanten Vocals der damaligen Heavy-Metal-Könige vom Illertal.

Nach dem Motto Back to the Roots starteten die „Schreyner“ mit echtem Hardrock und melodischem Metal, eben „Jeder Song ein Brett“, mit Klassikern aus der guten alten Rockzeit und Songs von AC/DC, Accept, Dio, Edguy, Metallica, Van Halen, Whitesnake und vielen mehr mit ihrer 20-jährigen Live-Erfahrung mit drei Sängern, die das gesamte Spektrum der Rockmusik authentisch abdecken.

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Während bereits die acht Musiker in der neuen Formation der Ur-Face-Besetzung quasi als „Vorgruppe“ die Menge in Stimmung brachten, fieberten die Musiker von Gravestone ihrem Auftritt entgegen.

Gitarrist Thomas Sabisch sprach stellvertretend für die Band aus, was seine Kollegen so kurz vor dem Auftritt nach so langer Zeit fühlten: „Natürlich hatten wir mit vielen Fans gerechnet, aber an so einen unerwartet großen Zulauf hatten wir nicht gedacht“, sagte er. „Das freut uns natürlich, dennoch werden wir es zumindest für dieses Jahr bei dem zweiten geplanten Konzert im Riffelhof in Burgrieden am 5. Oktober belassen, das ja bereits auch schon ausverkauft ist. Aber wir sind am Überlegen, was 2020 noch kommen wird.“ Nach mehr als einer Stunde Power-Rock und einigen Zugaben dankten Gravestone ihren Fans für die Treue und die Unterstützung, für den Rest der heißen Illerzeller Rocknacht übernahmen die „Schreyner“ mit dem Perfektionismus einer klassischen Rockband mit nahezu unerschöpflichem Repertoire ...

Mehr Bilder von „Rock in Zell“ finden Sie im Internet unter

www.nuz.de/bilder

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