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22.05.2019

Wie geht es bei der Nersinger Kinderbetreuung weiter?

In Nersingen gibt es weiterhin einen dringenden Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen.

Soziales Die Warteliste ist weiterhin lang. Drei Möglichkeiten, das zu ändern, wurden nun im Gemeinderat vorgestellt

Nersingen Die Gemeinde Nersingen braucht weiterhin mehr Kindergarten- und Krippenplätze: Laut Hauptamtsleiter Fabian Sniatecki, stehen derzeit 39 Kinder auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz sowie 27 Kinder auf der Warteliste für einen Krippenplatz. „Das entspricht 1,6 Kindergartengruppen und 2,25 Krippengruppen“, erklärte Sniatecki in der jüngsten Sitzung des Nersinger Gemeinderats. Es gibt bereits drei Möglichkeiten, neue Plätze zu schaffen – allerdings sind diese noch nicht spruchreif.

„Eine Patentlösung kann ich heute noch nicht verkünden, aber wir sind auf einem guten Weg“, betonte Bürgermeister Erich Winkler. Sniatecki führte aus, dass bereits drei Personen mit pädagogischer Ausbildung auf die Gemeinde zugegangen seien, weil sie Interesse daran hatten, eine weitere Großtagespflege zu eröffnen. Wie berichtet, eröffnete im November vergangenen Jahres bereits mit der „Kinderstub’n“ eine erste solche Einrichtung in Leibi.

„Das Problem sind noch die Räumlichkeiten“, so Sniatecki weiter. Optimal wäre eine Wohnung im Erdgeschoss mit einer Grünfläche zum Spielen. Er hat bereits ein entsprechendes Gesuch im Nersinger Boten veröffentlicht. „Wir wären dankbar um jeden Hinweis“, so der Hauptamtsleiter. Dann ginge das Prozedere eigentlich relativ schnell.

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Eine weitere, laut Sniatecki „vielversprechende“ Möglichkeit, biete sich im Kindergarten St. Dionysius in Oberfahlheim. Hier könnte ein ehemaliger Gruppenraum, der derzeit als Speiseraum genutzt wird, wieder in Betrieb genommen werden. Das erste Gespräch sei sehr konstruktiv verlaufen, so der Hauptamtsleiter. Der große Vorteil: Es sei kein Anbau und größerer Umbau notwendig. „Das könnten wir eventuell bis September hinbekommen“, so Sniatecki. Auch die Personalfrage könnte leicht gelöst werden: Die derzeitige Verwaltungsangestellte könnte zurück in den pädagogischen Dienst kehren, somit müsste man nur die Stelle in der Verwaltung neu besetzen. Allerdings fehle hier noch die Zustimmung aus dem Bistum Augsburg. „Ich habe aber grundsätzlich eine positive Tendenz herausgehört“, so Bürgermeister Winkler, und weiter: „Ich glaube schon, dass das vielleicht sogar eine längerfristige Lösung sein kann.“

Eine weitere Kindergartengruppe könnte im evangelischen Gemeindezentrum in der Dorfstraße in Nersingen eingerichtet werden. Hier waren bereits Kinder vor Kurzem sowieso übergangsweise untergebracht, als der Kindergarten Leibi umgebaut wurde. Das Landratsamt müsste hier die entsprechende Genehmigung verlängern. Auch das ist aber noch nicht fix: Es gab laut Winkler zwar schon positive Signale seitens der Kirche, Pfarrer Tobias Praetorius wollte das Thema aber zunächst in der gestrigen Sitzung der Kirchenverwaltung ansprechen. Doch wenn das klappt, „könnten wir in relativ kurzer Zeit eine zweite Kindergartengruppe schaffen“, so Sniatecki.

Bürgermeister Winkler betonte am Ende: „Egal welche Lösung wir dann haben, wir werden um einen Kindergarten-Neubau nicht drumherum kommen – die Frage ist, wie groß der wird.“

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