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Senden

15.01.2019

Wirbel um den Sendener Rathaussturm

Beim Rathaussturm vor zwei Jahren war Bürgermeister Bögge noch dabei. In diesem Jahr wollen die Vereine keine Veranstaltung mehr organisieren.

Raphael Bögge versucht, die Vorwürfe der Narren zu entkräften. Diese wehren sich und bleiben dabei: Die Veranstaltung fällt flach.

Die Narren haben den Rathaussturm in Senden abgesagt – und dabei bleibt es auch. Das haben sie erneut deutlich gemacht. Das Thema schlug hohe Wellen – auch auf unserer Facebook-Seite. Dort hat sich zwischenzeitlich auch Bürgermeister Raphael Bögge zu Wort gemeldet und sprach von „Missverständnissen in der Kommunikation innerhalb der Faschingsvereine“ – diese Auffassung wiesen die sechs Faschingsgesellschaften zurück.

Die Faschingsvereine betonten bei Facebook nochmals, was unsere Zeitung bereits berichtet hat. Nach dem gemeinsamen Gespräch im Sendener Rathaus sei seitens der Stadt die Freigabe für diese Veranstaltung gegeben worden – und zwar mit allen Inhalten. Erst nach der Freigabe habe der Bürgermeister plötzlich abgesagt. „Bezüglich Ihrem Vorschlag, das Bürgerhaus zu stürmen und für einen Presse- und Fototermin am Rathaus anwesend zu sein, benötigen wir kein weiteres Gespräch mit Ihnen“, schrieben die Vereine.

Bögge versucht, Narren noch zum Rathaussturm zu überreden

Bögge schlug auf Facebook dann doch einen Sturm aufs Rathaus vor, statt den „Bürgerhaussturm“ erneut anzusprechen. Zu diesem Rathaussturm seien selbstverständlich alle vors Rathaus eingeladen, so der Bürgermeister weiter. Anschließend lautete sein „guter Kompromiss, der allen entgegenkommt“: gemeinsamer Umzug zum Bürgerhaus mit Bürgermeistern, Vereinen und Besuchern. Dann Faschingsparty vor dem Bürgerhaus, „da die seitens der Vereine gewünschte Sperrung der Hauptkreuzung vor dem Rathaus für die Faschingsparty aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist“. Zudem fehlten öffentliche sanitäre Anlagen. Bögge schloss damit, der Rathaussturm sei vonseiten der Verwaltung oder ihm nicht abgesagt worden.

Narren waren über Bögges kurzfristige Absage verärgert

Dies haben die Faschingsvereine vor einigen Tagen von ihrer Seite aus getan, da sie über die Art der kurzfristigen Absage Bögges und seinen Vorschlag eines Bürgerhaussturms verärgert waren. Die sechs Sendener Vereine stellten nun ihrerseits auf Facebook klar, dass sie nie einen Umzug zum Bürgerhaus wollten und nie davon die Rede war, die Kreuzung vor dem Rathaus zu sperren. Vielmehr sollte nur der Platz zur Sicherheit der Feiernden abgesperrt werden, für die Sicherheit hätten die Vereine gesorgt und auch die Kosten seien geklärt gewesen. Sanitäre Anlagen habe man, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, im Jugendcafé geplant gehabt.

Die Vereine nehmen das Gesprächsangebot an, der Austusch soll am kommenden Montag stattfinden. „Was wir dennoch bereits allen Bürger und Bürgerinnen mitteilen können, der Rathaussturm 2019 wird seitens der Faschingsvereine nicht organisiert und durchgeführt“, teilten die Vereine mit. Bis zum Gespräch möchten sie jedoch nichts Weiteres sagen, schreiben sie auf Facebook.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier: Narren sagen wegen Bögge den Rathaussturm ab


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