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Neu-Ulm

15.10.2014

Wird Gymnasium neben das Kino gebaut?

Noch steht das Lessing-Gymnasium an der Augsburger Straße.
Bild: Ranft

Zwei mögliche Standorte für neue Schule werden genauer untersucht. Manchen Politikern geht das zu schnell

Neu-Ulm Von der Schule direkt ins Kino – für Schüler des Neu-Ulmer Lessing-Gymnasiums könnte das in Zukunft deutlich leichter werden. Wie der Bauausschuss im Kreistag gestern beschlossen hat, soll ein Grundstück in der Nachbarschaft des Dietrich-Theaters für einen Neubau der sanierungsbedürftigen Schule in Betracht gezogen werden.

„Ich habe von Anfang an betont, dass es mir sehr am Herzen liegt, dieses Thema zügig anzugehen“, erklärte Landrat Thorsten Freudenberger in der Sitzung, in der es darum gehe, „denn ersten Schritt zu machen. Und das ist die Standortanalyse.“ In Absprache mit der Stadt Neu-Ulm hätten sich die Experten im Landratsamt auf zwei mögliche Standorte für das neue Lessing-Gymnasium festgelegt: eine Fläche nördlich des Kino-Parkhauses und der jetzige Standort an der Augsburger Straße. Weitere Vorschläge, wie ein Platz nahe des Donaubades, im Muthenhölzle, hinter der Post in Neu-Ulm oder auf der Goldochsenwiese seien aus diversen Gründen für einen Schulneubau nicht geeignet. So sollen die beiden verbliebenen Ideen nun von einem externen Büro genau auf ihre Eignung, Vor- und Nachteile untersucht werden, so dass sich die Politiker spätestens Anfang 2015 für einen der beiden Standorte entscheiden können.

Zwar segneten die anwesenden Kreisräte dieses Vorgehen einstimmig ab, ließen sich aber eine lebhafte Diskussion vorab nicht nehmen. Auslöser war unter anderem ein Vorschlag der Freien Wähler, den Neubau des Lessing-Gymnasiums an einen möglichen Abriss des ebenfalls sanierungsbedürftigen Landratsamtes zu knüpfen. Die Idee dahinter: Das Landratsamt solle – wenn sich die notwendige energetische Sanierung als zu teuer herausstellen sollte– abgerissen und beispielsweise im Neu-Ulmer Muthenhölzle neu gebaut werden. Auf dem jetzigen Grundstück in der Kantstraße könne dafür das Lessing-Gymnasium neu entstehen.

Mit Ausnahme der Freien Wähler und der Grünen wollte diesen Vorschlag allerdings schlussendlich keiner der Räte ernsthaft in Betracht ziehen. Ein 35 Jahre altes Gebäude abzureißen, weil es darin im Winter zu kalt und im Sommer zu warm sei, könne nicht die angestrebte Lösung sein, war der Tenor. Zumal Landrat Freudenberger zu Bedenken gab, dass sich bei einem derartigen Vorhaben, der Neubau des Gymnasiums um weitere Jahre verzögere: „Wir sollten der Schule jetzt das Signal geben, dass wir das Thema endlich anpacken.“

„Leichte Bauchschmerzen“ dabei hatte Kreisrätin Rosl Schäufele (SPD), die bekanntlich zugleich im Neu-Ulmer Stadtrat sitzt: „Bevor wir uns jetzt hier auf zwei Standorte festlegen, sollte dem Stadtrat die Möglichkeit gegeben werden, darüber zu beraten.“ Landrat Freudenberger brachte daraufhin seine Verwunderung zum Ausdruck, habe er doch erst im September einen Antrag der SPD-Fraktionsvorsitzenden Antje Esser erhalten mit der Forderung, in Sachen Lessing-Gymnasium „aufs Tempo zu drücken“. „Sollen wir jetzt Gas geben oder bremsen?“, fragte er Schäufele, um dann klarzustellen, dass die Stadtpolitiker in den vergangenen Monaten genug Zeit gehabt hätten, das Thema zu besprechen. Zugleich bot Freudenberger aber an, dass er für weitere Standortvorschläge aus Reihen des Neu-Ulmer Stadtrates stets ein offenes Ohr habe.

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