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Nersingen

23.02.2015

Wirte-Wechsel in der Brauereigaststätte

Gleich neben dem Backsteingebäude in Nersingen befindet sich die Gaststätte „Seybold“.

Bei „Seybold“ in Nersingen übernehmen ab März neue Gastronomen die Geschäfte. Diese kommen aus Vöhringen

Das rote Backsteingebäude ist so etwas wie Nersingens Wahrzeichen. Wer durch die Gemeinde fährt, kommt fast zwangsläufig an dem großen Gebäude an der B10 vorbei: Zur ehemaligen Brauerei Seybold, die seit Jahren leer steht, gehört auch eine Traditionsgaststätte. Diese wird seit etwa vier Jahren von Kerstin und Sascha Deissenrieder betrieben, doch das ändert sich ab dem 1. März.

„Der Vertrag läuft Ende Februar aus, Familie Deissenrieder hat ihn nicht verlängert“, sagt Eigentümer Rainer Noll. Wo das Paar künftig arbeitet, konnte er nicht sagen. Kerstin Deissenrieder ist gelernte Hotelfachfrau und arbeitete bereits im „Waldvogel“ in Leipheim, ihr Mann kochte im Brauereigasthof „Zur Münz“ in Günzburg. Danach übernahmen sie gemeinsam die Gaststätte „Seybold“. Dass die beiden nun andere Wege gehen, sei bereits vor einem halben Jahr festgestanden, also habe Noll gleich einen Nachfolger gesucht.

Mit Erfolg: Ein Vöhringer Gastronom wird künftig den Kochlöffel schwingen. „Mir war es wichtig, dass es jemand ist, der traditionelles, deutsches Essen anbietet“, sagt Noll. Thomas Schüssler heißt der neue Pächter und hat bisher das Lokal „Wunderkiste“ in Vöhringen betrieben, das es in Zukunft nicht mehr geben wird. „Wir befinden uns in ungünstiger Randlage im Wohngebiet. Jetzt wollen wir was Zentrales“, sagt Schüssler, der mit seiner Lebensgefährtin und seinen beiden Kindern in die Ulmer Straße in Nersingen umziehen wird – geschäftlich wie privat. „Dass wir über dem Lokal auch wohnen können, war neben der guten Lage ein weiterer Vorteil der Gaststätte“, sagt Familienvater Schüssler. Über ein Immobilienprotal im Internet sei er auf das Wirtshaus „Seybold“ aufmerksam geworden.

Der 36-Jährige und seine Lebensgefährtin Alexandra Schmidt sind beide gelernte Köche, Schüssler hat bereits in einer Sportgaststätte in Ludwigsfeld den Kochlöffel geschwungen und war bei der Firma Inhofer in der Küche tätig.

„Wir freuen uns jetzt auf Nersingen“, so der 36-Jährige. Er will voraussichtlich Anfang April mit dem Betrieb in der Gaststätte beginnen. Die Gäste erwartet dann sechs Mal die Woche alles von Spätzle über Schnitzel bis Fisch.

Im vorderen Teil des Seybold-Komplexes, dem Sudhaus, herrscht nach wie vor Stillstand. Zu groß wäre der finanzielle Aufwand im stark sanierungsbedürftigen Haus, meint Eigentümer Noll. Vor knapp 15 Jahren gab es zwar bereits konkrete Pläne, das alte Sudhaus in ein Geschäftszentrum mit Läden, Arztpraxen und Büros umzubauen und damit den Ortskern neu zu beleben. Doch die verliefen im Sande.

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