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Gemeinde

05.03.2020

Wissen, wann der Bus kommt

Auch an den Pfaffenhofer Haltestellen werden die ankommenden Busse künftig womöglich digital angezeigt.

Die Räte in Pfaffenhofen diskutieren lange über die Installation von digitalen Anzeigetafeln an Bushaltestellen

Busfahren wird für viele Bürger immer mehr zur umweltfreundlichen Alternative zum Auto. Und das nicht nur in den Großstädten, auch im Landkreis Neu-Ulm soll in den kommenden Jahren der ÖPNV mehr Bedeutung bekommen. Das Landratsamt hat die Kommunen im Landkreis gefragt, ob sie Interesse an der Anbringung digitaler Anzeigetafeln an Bushaltestellen haben. Über Bildschirme sollen die Echtzeitdaten zu den Abfahrtszeiten der Buslinien angezeigt werden, um die Fahrgäste zu informieren. Dadurch erhofft sich das Amt eine größere Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs, denn auch Verspätungen könnten so besser kommuniziert werden.

Der Marktgemeinderat Pfaffenhofen hat in seiner jüngsten Sitzung darüber diskutiert, ob die Anzeigentafeln auch in seiner Gemeinde Sinn machen und realisierbar sind. Im Gemeindegebiet Pfaffenhofen gibt es 39 Bushaltestellen für den Linienbusverkehr, an diesen könnten die Tafeln angebracht werden. Ausgenommen sind die Schulbushaltestellen, da die Schulbusse in der Regel nicht auf solchen Tafeln angezeigt werden.

Das Landratsamt bietet drei Varianten an, wobei die dritte laut der Verwaltung nur für Umsteigebahnhöfe sinnvoll ist. Verwaltungsmitarbeiter Simon Steger schlägt Variante zwei für Pfaffenhofen und dessen Ortsteile vor. Diese Anzeigen sollen rechtwinklig zum Straßenverlauf aufgestellt werden, wären gut von beiden Seiten sichtbar und zudem „Werbung für den ÖPNV“. An den Infotafeln kämen zudem sogenannte „Text-in-Sprache-Taster“ hinzu, sodass auch Personen mit Sehbehinderung die Echtzeitinformationen der neuen Tafeln nutzen können. Der Rat ist zu dem Entschluss gekommen, dass er Interesse an der Installation von 39 Anzeigentafeln der Variante zwei hat und auch die „Text-in-Sprache-Taster“ ausgeführt werden sollen.

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Dennoch gab es laut Hauptamtsleiter Konrad Müller vor dem Beschluss viele Wortmeldungen von Gemeinderäten und eine lange Diskussion. Argumente gegen den Beschluss waren vor allem die undurchsichtigen Kosten, denn letztendlich wisse man nicht, wie viele Fördermittel für die Installation genau verfügbar sind. Im Vorschlag des Landratsamtes belaufen sich die Kosten für einen Anzeiger der Variante zwei auf 2000 bis 4500 Euro, abhängig von der Stromversorgung. Man war sich einig, dass die Ausstattung wenn, dann für alle 39 Haltestellen erfolgen soll. Der Rat entschied mit 16 zu drei Stimmen, dass die Maßnahme im Zuge des barrierefreien Umbaus der Bushaltestellen umgesetzt und die nötigen finanziellen Mittel eingeplant werden sollen.

Die Mehrheit im Gemeinderat sprach ihr Interesse an den Anzeigen aus. Wie teuer die Montage und die Anbringung der Infotafeln wird, war jedoch nicht ganz klar. „Wir wollen die Technik schon nutzen, haben aber keine genauen Preise vorliegen“, fasst Hauptamtsleiter Müller zusammen.

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