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27.11.2017

Witzighausen bekommt ein neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz

Mit dem Löschfahrzeug ist die Witzighauser Wehr aus Sicht ihres Kommandanten auch für Großbrände und Hochwassereinsätze optimal ausgerüstet.
Bild: Angela Häusler

Die 335000 Euro teure Neuanschaffung für die Feuerwehr Witzighausen hat viele Spezialwerkzeuge an Bord. Ehrenamtliche Helfer haben die Ausrüstung konzipiert.   

Ein 1600-Liter-Wassertank, 300 Meter Schlauch, Wärmebildkamera, Lichtmast mit 360-Grad-Beleuchtung, 290 PS: Mit einer ganzen Reihe leistungsstarker Extras punktet das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Witzighausen. Am Samstag wurde das 335000 Euro teure LF 20 KatS offiziell übergeben und gesegnet.

Möglichst wenige Ernstfälle und stets gesunde Rückkehr wünschten der Weißenhorner Pfarrer Andreas Erstling und Diakon Wolfgang Seitz den Feuerwehrleuten. Zur feierlichen Übergabe des Löschgruppenfahrzeugs waren neben zahlreichen Feuerwehrmitgliedern auch Vertreter von Stadt und Landkreis ins Gerätehaus gekommen.

Für die Ortsteilwehr sei es ein bedeutender Abend, sagte Kommandant Matthias Schwer. Schließlich hatten die Witzighauser ihr letztes Löschgruppenfahrzeug im Jahr 1992 erhalten. Entsprechend groß war die Vorfreude der derzeit 35 Aktiven auf den 16-Tonner, der bereits Anfang November, nagelneu und modern ausgestattet, in Witzighausen angerollt war. Die Kosten für den Lkw trägt zum größten Teil die Kommune, 56000 Euro Zuschuss kamen vom Landkreis, 93000 Euro vom Freistaat Bayern.

Die Ausrüstung des Fahrzeugs ist auf den Katastrophenschutz ausgelegt und durchdacht aufgebaut. Für die optimale Zusammenstellung und Einrichtung hatte sich nämlich eigens ein Arbeitskreis gefunden. Die freiwilligen Helfer befassten sich mit den Vorbereitungen, Beladeplänen und den vielen gesetzlichen Richtlinien, sagte Schwer, „das war viel Arbeit“. Jetzt sei die Wehr auch für Großbrände und Hochwassereinsätze optimal gerüstet. „Eine reich ausgestattete Werkzeugkiste“ stehe nun vor dem Gerätehaus, sagte Kreisbrandmeister Bernhard Schmidt und gratulierte. Der stellvertretende Landrat Roland Bürzle betonte, dass das neue Fahrzeug mehr Sicherheit für die Bürger bedeute.

Sendens Bürgermeister Raphael Bögge fügte hinzu, dass das Löschfahrzeug auf eine Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgelegt sei. Die Stadt dürfe beim Rettungswesen nicht sparen und werde weiterhin in Neuanschaffungen investieren. Wegen des drohenden Personalmangels bei den Freiwilligen Feuerwehren wolle die Stadtverwaltung mit entsprechenden Werbemaßnahmen gegensteuern und im nächsten Haushaltsplan dafür eigens Finanzmittel einplanen, sagte Bögge.

Über ein „wunderbares Fahrzeug“ freute sich auch Stadtrat Hans Ullrich und dankte dem Arbeitskreis für sein Engagement. Ullrich zufolge haben die Helfer der Stadt 5000 bis 10000 Euro eingespart.

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