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Senden

26.02.2015

Wo es für Radler in Senden gefährlich wird

Die Inhoferkreuzung sei sowohl für Passanten als auch für Radfahrer unattraktiv, kritisiert der ADFC in seinem Bericht.
Bild: Angela Häusler

Der Fahrrad-Club bemängelt einige Bereiche – darunter auch die Inhoferkreuzung.

Der Radverkehr, erklärte Radtke in der Sitzung, sei in Senden bislang lediglich ein Randthema, das deutlich stärker beworben werden müsse, wenn der Anteil der Radler künftig steigen soll. Denn gut ausgebaute Radwege allein reichten dafür erfahrungsgemäß nicht aus, betonte er. Dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf Radler sieht der ADFC laut seiner Beurteilung unter anderem bei der Inhoferkreuzung, die für Passanten und Radfahrer schwer zu überqueren sei, „durch solche Kreuzungen wird man eher vom Fahrradfahren abgehalten“, meinte Radtke. Verunsicherung verursache die Kreuzungan derAlemannenstraße bei Radlern, während die Einmündung Ortsstraße/Bachstraße ebenfalls Gefahrenpotential besitze. Schlechte Noten bekam auch das Einkaufszentrum Senden Nord um die Berliner Straße: „Die Planung und Ausführung ist einfach nicht zeitgemäß“, sagte Radtke. An den zahlreichen Einfahrten herrsche schlechte Sicht, das erlaubte Tempo 50 sei bei dem hohen Aufkommen an Fußgängern außerdem zu schnell. Kritik gab es auch hinsichtlich der Regelungen in der Harderstraße, ebenso in Sachen Bahnhof, der dringend umgestaltet werden müsse. Handlungsbedarf sehen die Radel-Experten außerdem für die Rathauskreuzung, in der Hauptstraße sowie in mehreren Ortsteilen. Der Bericht zählt des Weiteren Schwierigkeiten durch widersprüchliche Beschilderung aber auch unzureichende oder fehlende Abstellmöglichkeiten für Zweiräder auf.

„Viele der Probleme sind schon bekannt“, kommentierte Georg Schneider, Fraktionschef der SPD, er gehe davon aus, dass bei der künftigen Verkehrsplanung auch die Radfahrer in den Blick genommen werden. Um das sicherzustellen, hatten die Grünen einen Antrag eingebracht, den der Ausschuss schließlich befürwortete. Darin wird die Verwaltung beauftragt, ein Teilverkehrskonzept für den Fahrrad- und Fußgängerbereich zu erstellen, das später in ein integriertes Stadtentwicklungskonzept einfließen und alternative Verkehrsformen aufzeigen könne.

Es gehe künftig darum, die unterschiedlichen Verkehrsströme möglichst gut miteinander zu verbinden, so Bürgermeister Bögge. In Bezug auf die Inhoferkreuzung wies Anton Leger (BiSS) auf die Zuständigkeit des Straßenbauamts für die dortige Staatstraße hin, es müsse bezüglich besserer Regelungen also „Druck auf übergeordnete Stellen“ gemacht werden. Die Beurteilung des ADFC Bayern für die Stadt Senden will die Stadt auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellen. In einer Zukunftswerkstatt für Bürger am heutigen Donnerstag zum Thema Verkehr wird der Bericht wohl ebenfalls ein Thema sein. Beginn ist 19 Uhr im Bürgerhaus.

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