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BürgerversammlungIm Sendener Stadtteil sind es vor allem Verkehrsthemen,

19.10.2020

Wo in Hittistetten der Schuh drückt

Daher kommt der Name Hittistetten: Der einst zur Grafschaft Kirchberg-Wullenstetten gehörige Ort wurde nach dem östlich gelegenen Waldgebiet auch Stetten am Eschbach genannt und bedeutet auch „Stätte des Hittin“.
Bild: Angela Häusler

die zur Sprache kommen. Vor allem im Norden der Stadt sei es „katastrophal“

Von großen Investitionen und erwarteten Einnahmeausfällen berichtete Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf in der Bürgerversammlung Hittistetten. Die Bürger drückt der Schuh unter anderem bei den Verkehrswegen.

Gemessen an den großen Projekten in anderen Stadtteilen hatte die Stadtverwaltung aus Hittistetten wenig zu berichten: Eventuell ließen sich Hittistetten und Witzighausen ans Fernwärmenetz aus Weißenhorn anschließen, berichtete die Rathauschefin Schäfer-Rudolf unter anderem. Die Wärme reiche dafür aus, es werde geprüft, ob ein Ringschluss in die Sendener Ortsteile möglich sei. „Das könnte eine attraktive Sache sein“, sagte Schäfer-Rudolf. Die neuen Wasserleitungen von Aufheim nach Hittistetten sind mittlerweile fertig.

Auch die Arbeiten am Sendener Bahnhof samt Umfeld waren Thema. Bald beginne der Wettbewerb zur Gestaltung des Bahnhofsumfelds, berichtete die Bürgermeisterin. Ab 2022 soll dann der Bau des Fußgängerstegs erfolgen. Wie viele Parkplätze denn am Bahnhof entstehen sollen, wollte ein Fragesteller wissen. Schäfer-Rudolf erklärte, dass ein Experte 100 notwendige Park+Ride-Parkplätze errechnet hatte, diese könnten in einem Parkhaus geschaffen werden: „Wir müssen wohl in die Höhe gehen, denn die Fläche haben wir dort nicht.“

Entstehen wird bald auch ein neues Regenrückhaltebecken nahe der Bühne im Stadtpark, das 2021 fertig werden soll.

Die Verkehrsführung im Sendener Norden sei katastrophal, bemängelte ein weiterer Zuhörer und fragte, wann die Kreuzung Königsberger Straße/Berliner Straße nun umgebaut werde. Das sei zunächst mangels Baufirmen nicht erfolgt, so die Rathauschefin, nun wolle der Landkreis die Kreuzung im kommenden Jahr umbauen lassen, wenn die Großbaustelle am Bahnhof den städtischen Verkehr weniger beutelt.

Über fehlende Beleuchtung am Radweg nach Witzighausen klagte ein anderer Hittistetter. „Da laufen und fahren sehr viele Leute, aber es ist kein Licht da“, sagte er. Auch sei dieser Weg zu schmal, habe nicht die Mindestbreite von 1,60 Meter, so ein anderer Bürger. Ihn störte auch, dass die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet zu früh ein- und zu spät ausgeschaltet sei – werde das geändert, lasse sich Energie und Geld sparen, meinte er.

Ein Problem sei auch die Parksituation in der Dorf- und in der Eschachstraße, so ein Anwohner. Durch zusätzliche Neubauten verschärfe sich die Situation noch weiter. Da machte Schäfer-Rudolf wenig Hoffnung: Die Idee, an unproblematischen Stellen Parkflächen zu markieren, habe das Landratsamt leider negativ beschieden. Die Situation in der Eschachstraße werde im Rathaus derzeit noch bewertet. Die Notwendigkeit weiterer Stellflächen bei neuen Wohnbauten stelle sich in der ganzen Stadt – wichtig sei dabei auch, dass Anwohner ihre Autos auch in vorhandenen Garagen parken, anstatt sie auf die Straße zu stellen.

Das neue Wohngebiet „Am Stadtpark“ und der Bevölkerungszuwachs beschäftigte einen anderen Redner. „Warum beteiligen wir Investoren nicht an den Folgekosten?“, fragte er. Das gehe in diesem Fall nicht, weil der dortige Bebauungsplan schon alt sei, so Schäfer-Rudolf. Es sei aber möglich, solche Fragen in Zukunft vertraglich zu regeln. Für das Areal sei mittlerweile der erste Bauantrag eingegangen.

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