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Ulm

18.10.2019

Wohlfühl-Pop mit Mark Forster und Wincent Weiss in Ulm

Mark Forster
2 Bilder
Dem Mann lacht die Sonne aus dem Gesicht: Mark Forster (oben) tritt am Schwörsonntag auf dem Münsterplatz auf.
Bild: Allgäu Concerts

Plus Was am Wochenende vor Schwörmontag auf dem Münsterplatz geboten ist. Die Veranstalter haben auch ein neues Konzept für die Schwörmontagsparty.

Das werden zwei Wohlfühlauftritte erster Güte: Am Schwörwochenende 2020 treten auf dem Münsterplatz zwei Meister der guten Gefühle auf: am Freitag, 17. Juli der mittlerweile hoch dekorierte Radioliebling Wincent Weiss und am Sonntag darauf folgt Mark Forster, der auf diesem Gebiet noch etwas länger und noch erfolgreicher unterwegs ist. „Wir haben diesmal auf die derzeit populärste Musikrichtung gesetzt, auf Deutschpop“, sagte am Freitag bei der Vorstellung des Programms Donau3-FM-Geschäftsführer Carlheinz Gern. Seine Firma Gerngeschehen bespielt zusammen mit ihren Dauerpartnern von Allgäu Concerts und dem Unternehmer Walter Feucht nächstes Jahr das Herz der Stadt.

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Lesen sie auch: Mark Forster im Roxy: Liebe mit Showeffekt

Es war natürlich eine Frage des Preises. Mittlerweile dürfen aus Sicherheitsgründen bei Konzerten nur noch 10000 Menschen auf den Münsterplatz. Damit lassen sich die ganz großen Stars nicht mehr finanzieren, sofern die Eintrittspreise nicht in schwindelnde Höhen steigen sollen. Elton John etwa, der sich 2012 die Ehre gab, wäre nach den Worten von Gern heute nicht mehr finanzierbar, das ginge nur mit einer Kapazität von 17000 Menschen. Und so entschieden sich denn die Veranstalter, ein eher überschaubares Risiko einzugehen. Mark Forster hat zwar in Ulm noch nie vor so vielen Menschen gesungen – er gastierte 2015 im Ulmer Zelt und Anfang dieses Jahres im rappelvollen Roxy – doch im Juli dieses Jahres trat er vor 10000 Fans im Barockgarten des Füssener Lustspielhauses auf. Als Gute-Laune-Mann hat er sich ein ansehnliches Repertoire von Hits ersungen, mit internationalem Wohlfühlsound und positiv gestimmten Texten. Wo „Liebe“ draufsteht – so heißt sein bisher letztes Album – ist auch jede Menge Gefühliges drin, zu dem sich tanzen, schwelgen und träumen lässt. Es wird wohl ein Familienabend.

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Wincent Weiss ist manchmal besoffen vor Glück

Dem steht Wincent Weiss kaum nach. Auch er hat es gerne sonnig, ist zuweilen besoffen vor Glück und träumt etwa in „Kaum erwarten“ davon, wie toll es wäre, eine Familie zu gründen. Er hat bereits den Bayerischen Löwen als bester nationaler Newcomer einkassiert und stand schon mit Max Giesinger und Andreas Bourani auf der Bühne. Da passt er wunderbar hin.

Sonnige Aussichten also, zumindest musikalisch. Am Schwörmontag folgt dann eine Party mit leichtem Ballermann-Einschlag, denn da tritt „direkt aus Mallorca“, wie es in der Ankündigung heißt, Tim Toupet auf. Mit dabei sind ferner der Donau3-FM-DJ Suni und die Band Papis Pumpels, die zuletzt Musik für einen Straßenbahn-Werbespot der Stadtwerke geliefert haben. Die SWU sind denn auch der Hauptsponsor des Gratisrummels auf dem Münsterplatz, weshalb das Ganze den Namen „Die SWU-Schwörmontagsparty“ trägt. Die Veranstalter wollen damit ein „nachhaltiges“ Feierkonzept etablieren. Wie Gern es formuliert, soll nicht einfach nur ein Leuchtturmkünstler am Abend geboten werden, sondern von 17 bis 24 Uhr eine breite Palette, um unterschiedliche Publikumsgeschmäcker zu bedienen.

Münsterplatz: Abschied von den klassischen Rockstars?

Mit diesem Wochenende wenden sich Allgäu Concerts und Gern von den klassischen Rockstars ab. „Natürlich träumen wir von Bon Jovi“, beteuert Gern, „aber das ist mit 10000 Besuchern nicht zu machen.“ Ohnehin bespielen die großen Künstler fast ausschließlich die Arenen in den großen Städten, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

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Die Kosten für einen Freiluftauftritt sind ohnehin immens. So kostet nach den Worten Gerns allein die Party am Schwörmontag 80000 bis 90000 Euro, bei freiem Eintritt. Das müsse eben durch die beiden Konzerte am vorangegangenen Wochenende erwirtschaftet werden. Dazu tragen allerdings auch namhafte Sponsoren wie Gold Ochsen oder die Sparkasse bei.

Gern hofft, in absehbarer Zeit die städtische Kulturabteilung als Veranstalter mit ins Boot holen zu können, was die Kosten um bis zu 50000 Euro drücken könnte. Die Signale von Oberbürgermeister Gunter Czisch und der Kulturabteilungsleiterin Sabine Schwarzenböck seien positiv. Zudem sollten die beiden privaten Radiosender ihre Konkurrenz aufgeben und das Fest gemeinsam stemmen. Bisher veranstalten Radio7 und Donau3FM die Schwörmontagssause stets abwechselnd.

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Übrigens: So früh haben die Veranstalter noch nie bekannt gegeben, wen sie vor dem Schwörmontag auftreten lassen. Gern: „Konzerte, die im November angekündigt wurden, waren erfolgreich. Die im März angekündigt wurden, waren eine Hängepartie oder ein Desaster.“

Tickets Der Vorverkauf für den Auftritt von Wincent Weis hat am Freitag begonnen. Karten gibt es für 52,52 Euro bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Bei Mark Forster gelten andere Regeln: vom 23. bis 26. Oktober startet ein exklusiver Online-Presale unter www.eventim.de. Danach werden die Karten bei den üblichen Vorverkaufsstellen angeboten. Der Preis: 59,90 Euro, Kinder zahlen zehn Euro weniger.

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