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Ulm/Neu-Ulm

13.05.2018

Wohnen: Nachfrage übertrifft Angebot

Wo Wohnraum besonders begehrt ist.  
Bild: Hypo-Vereinsbank

Neuer Marktbericht zeigt auf, dass trotz zahlreicher Neubauprojekte vorerst keine Entspannung auf dem Immobilienmarkt der Doppelstadt eintritt.

Die Immobilienpreise kennen in Ulm und Neu-Ulm nur eine Richtung: nach oben. Dass daran auch die zahlreichen Bauprojekte kurzfristig nichts ändern, zeigt der jetzt veröffentlichte Marktbericht der Hypo-Vereinsbank. Die Nachfrage übersteige das Angebot weiterhin um ein Vielfaches. Konkret nennt der Bericht die Neubaugebiete Brückle (Donaustetten), Allewind-Greut (Ermingen), Auf dem Hart (Jungingen), Wolfäcker (Unterweiler) sowie in Neu-Ulm Am Ulmer Hofgut oder Ulmer Riedteile.

Aufgrund der geringen Bautätigkeit der vergangenen Jahre bleibe auch der Mietwohnungsmarkt angespannt. Die Vielzahl an Studenten stelle eine große Nachfragegruppe in diesem Segment dar. Beide Städte seien zwar bemüht mehr öffentlich geförderten Wohnraum zu schaffen, könnten den hohen Bedarf jedoch auch hier nicht decken. Folglich seien auch die Mieten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. In guten Lagen sei mittlerweile bei Neuvermietung eine Mietpreisspanne von neun bis elf Euro pro Quadratmeter üblich.

Zu den gefragtesten Lagen zählen unter anderem der Michels-, Galgen-, und Safranberg sowie im Innenstadtbereich das Fischerviertel. Neu-Ulm punktet vor allem mit Lagen unmittelbar an der Donau, doch auch Teile von Pfuhl sind sehr gefragt. Das hohe Preisniveau in der Doppelstadt liegt in an sich erfreulichen Daten begründet: Als prosperierender Wirtschaftsstandort bieten die beiden Städte ein breites Spektrum an Arbeitsplätzen sowohl im Bereich Bildung und Forschung als auch im Dienstleistungsbereich. Bereits heute weise Ulm mit 3,6 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote aller kreisfreien Städte Baden-Württembergs auf. Im Landkreis Neu-Ulm liege die Quote mit 2,4 Prozent noch einmal darunter.

Der Wunsch nach dem Eigenheim dominiert die anhaltend hohe Nachfrage, die Anzahl an Baugrundstücken ist momentan jedoch sehr begrenzt. Auch der Markt für Eigentumswohnungen ist überschaubar: Es seien derzeit vorwiegend Objekte in guten bis sehr guten Lagen mit gehobener Ausstattung auf dem Markt. Die Kaufpreise sind trotz des größeren Angebots hoch und haben in den innerstädtischen Lagen die 5000 Euro Quadratmeter-Marke übersprungen, für hochwertige Objekte werden über 6000 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Aufgrund der demografischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten bleibt nach Einschätzung von Sven-Oliver Schürken, Filialleiter der Hypo-Vereinsbank in Ulm, die Nachfrage weiterhin hoch. Nach einer Phase mit geringer Bautätigkeit lag diese jüngst wieder deutlich über dem fünfjährigen Mittel – ein Trend, der anhalten werde. Allein 2016 wurden in Ulm 463 neue Wohnungen fertiggestellt, in Neu-Ulm gar 731. Durch die kontinuierlich hohen Zuzüge und die regionale Wirtschaftsstärke bleibe die Doppelstadt ein gefragter Wohnstandort. Mit Stuttgart 21 verbessert sich die verkehrliche Anbindung weiter, was insbesondere Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt nahe des Bahnhofs haben wird.

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