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Holzheim

26.06.2020

Wohngebiet an der Leibi: Bebauungsplan steht

Das geplante Wohngebiet am Südwestrand Holzheims nimmt Gestalt an: Der Gemeinderat hat jetzt den Entwurf des Bebauungsplanes gebilligt.
Bild: Willi Baur

Plus Details für das Wohngebiet in Holzheim, wie die Regenwasserbehandlung, sind noch nicht geklärt. Warum nicht noch mehr Häuser dazukommen werden.

Der Bebauungsplan für das am südwestlichen Ortsrand von Holzheim vorgesehene Wohngebiet steht. Am Mittwoch hat der Gemeinderat den von Stadtplaner Erwin Zint vorgelegten Entwurf einstimmig gebilligt. Jetzt soll der Plan öffentlich ausgelegt und den Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme übermittelt werden.

Möglichst im September möchte Zint den Plan als Satzung beschließen lassen. „Dann könnte in den Herbstmonaten die Erschließung ausgeschrieben werden“, sagte der Fachmann. Die Abwicklung soll schnell gehen: „Die Preise im Tiefbau kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben“, so der Planer.

Viele Fragen und Kritik von den Gemeinderäten

Das Gremium wollte nicht bremsen. Wohl gab es am Ratstisch zahlreiche Fragen und Anregungen, zur Verkehrsregelung und zu den Parkmöglichkeiten etwa. Kritik beschränkte sich auf die Pflanzvorgaben. „Hochstämmige Bäume in den Gärten sind doch Blödsinn“, monierte Gemeinderat Karl Junginger (Freie Wähler). Dennoch blieb es bei den Vorschlägen des Stadtplaners. Sie sehen „eine aufgelockerte und durchgrünte Ergänzung der bestehenden Bebauung im Umfeld“ vor, ferner „großzügig festgelegte Baugrenzen für individuelle bauliche Lösungen“. Auch Firstrichtungen sollen nicht vorgegeben werden.

Zulässig sind Zint zufolge zwei Vollgeschosse mit Sattel-, Walm- oder versetzten Pultdächern mit einer Neigung zwischen 20 und 45 Grad und einer maximalen Höhe von neun Metern. 14 Baugrundstücke unterschiedlichen Zuschnitts weist der Plan aus. Die kleinsten Parzellen mit Flächen von 455 bis 488 Quadratmetern sollen auch kostengünstigeres Bauen ermöglichen. Das mit rund 900 Quadratmetern größte Grundstück kann mit einem Doppelhaus bebaut werden.

Die Erschließung wird über eine Verlängerung und einen Ausbau des Leibiweges sowie eine weitere Stichstraße mit Wendehammer erfolgen. Die Zufahrten sollen als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen werden.

Ein Gutachten zum Artenschutz steht noch aus

Verschiedene bauliche Vorgaben ergeben sich nach Aussagen des Planers durch die unabdingbaren Aufschüttungen in einzelnen Bereichen: „Die brauchen wir für ein ausreichendes Gefälle zur Entsorgung des Schmutzwassers.“ Die nötigen Stützmauern dürfen eine Höhe von 60 Zentimetern nicht überschreiten, hat der Gemeinderat in einem Zusatzbeschluss eigens festgelegt. Zur Leibi hin sieht die Planung keine Stützmauern vor: „Das kann man mit einem Gefälle abfangen.“

Eine spätere Erweiterung des fast 10000 Quadratmeter großen Plangebietes nach Westen schließt der Experte aus. Der Mindestabstand zur Leibi betrage 60 Meter. Beim Artenschutz hingegen erwartet Zint keine Probleme. Das Gutachten dazu stehe aber noch aus, ebenso eine Baugrunduntersuchung. „Insofern ist die Behandlung des Regenwassers noch nicht geklärt.“ Gleiches gilt für die Breite eines neuen Feldwegs entlang der Leibi, der den bestehenden ersetzen soll. Vier Meter hat der Planer dafür vorgesehen. „Für die Landwirtschaft zu wenig“, befand Ratsmitglied Armin Frank (CSU/Dorfgemeinschaft), „wir brauchen mindestens fünf“. Andernfalls seien „Konflikte vorprogrammiert“.

Das will die Verwaltung nun regeln. Tendenz: Mehr Breite, auch der Feuerwehr wegen, die hier Löschwasser aus der Leibi entnimmt. Andererseits weiß Bürgermeister Thomas Hartmann auch um „die Interessen der Grundstücksbesitzer, die nicht zu viele Flächen einbüßen wollen“.

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