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Beschluss

17.12.2016

Wohnraum mit Weißenhorns Hilfe

Warb für die WGW: Geschäftsführer Alfred Haas.
Bild: Willi Baur

Pfaffenhofer Räte lehnen einen Beitritt zur Nuwog-Land ab

Eine Beteiligung des Markts Pfaffenhofen an der Wohnungsgesellschaft Weißenhorn (WGW) rückt näher. Der Marktgemeinderat hat am Donnerstag beschlossen, konkrete Möglichkeiten auszuloten und auf dieser Basis ein Beteiligungsmodell zu entwickeln. Die alternative Beteiligung an der Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene Nuwog-Land will der Markt wohl nicht weiter verfolgen.

Kein Flirt also mit der vor allem im nördlichen Kreisgebiet favorisierten Lösung, lieber eine Art Verlobung mit der Tochter der südlichen Nachbar-Kommune. Wobei Bürgermeister Josef Walz den Charme einer möglichen Kreisbaugesellschaft durchaus registriert hat: „Hinter ihr stünde ja die Nuwog der Stadt.“ Nur: „Die Land-Gesellschaft gibt es noch nicht, sie muss erst noch gegründet werden“, sagte Walz. Und offenbar brauche man dazu noch einige Interessenten.

„Mir wäre insofern die Nähe zu Weißenhorn sympathisch“, machte der Bürgermeister keinen Hehl aus seiner Vorliebe. Finanztechnisch gesehen wären die Konditionen Walz zufolge in etwa vergleichbar. Diese hatte der Interims-Geschäftsführer der WGW, Alfred Haas, dargelegt. Zudem biete die WGW einen respektablen Wohnungsbestand, gesunde Finanzen und viel Erfahrung im Bau wie in der Verwaltung von Wohnungen.

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Dass die WGW nicht ganz selbstlos expandieren wolle, räumte Haas ein: Die zu 97 Prozent von der Stadt getragene Gesellschaft soll künftig von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geleitet werden, was ein leicht erweitertes Tätigkeitsgebiet erfordere. „Zwei bis drei Partner wären in Ordnung, mehr wollen wir uns nicht zutrauen.“ Schließlich müssten unter Umständen verschiedene Interessen gebündelt und Konflikte unter den Gesellschaftern vermieden werden. Zu denen in absehbarer Zeit auch der Markt Pfaffenhofen gehören könnte. Einen möglichen Einstieg hatte der Geschäftsführer dem Gremium skizziert. Denkbar sei eine Einlage in Höhe von 20 000 Euro, verbunden mit einem Sitz im Aufsichtsrat. Bei konkreten Bauvorhaben müsste der Markt jeweils ein Viertel der gesamten Investitionssumme als Eigenkapital einbringen, in Form von Geld- oder Sachleistungen.

„Aus meiner Sicht ein interessantes Modell dafür, wie wir zusätzlichen Wohnraum schaffen können“, befand Walz. Bezahlbaren Wohnraum insbesondere, dessen Bereitstellung „eine Pflicht der Kommunen“ sei. Pfaffenhofen habe hier zwar schon viel geleistet, so Walz, „aber das wird nicht reichen“.

Überdies könne der Markt bereits vorhandene Objekte an die WGW samt Betreuung der Mieter übertragen und die Verwaltung entlasten. Die WGW verfüge über erfahrene Kräfte. „Und das Mietrecht wird immer komplizierter.“

Marktrat Markus Werwein (CSU) sah das differenzierter: „Ich tue mir schwer damit, unsere Immobilien einzubringen. Mir wäre eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der WGW als Dienstleister lieber.“ Kollege Maximilian Spleiß (Freie Wähler) kritisierte die gesamte Zielsetzung: „Wir haben in Sachen zusätzlicher Wohnraum unsere Hausaufgaben gemacht. Andere Kommunen machen jahrelang gar nichts.“

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