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Nersingen

26.10.2020

Zähneknirschende Zustimmung für ein Wettbüro in Nersingen

In diese Geschäftsräume im Herzen Nersingens sollen eine Wettannahmestelle und ein Cafè einziehen.
Bild: Andreas Brücken

Plus Die Ratsmitglieder wollen kein Wettbüro in Nersingen. Doch verhindern können sie es nicht. In den Räumen sind zuletzt einige Geschäftsleute gescheitert.

Seit einigen Jahren steht der Doppelladen in der Nersinger Ortsmitte leer. Bereits in der Vergangenheit hatten die Betreiber eines Fahrradladens oder eines Cafés kein Glück mit dem Standort an der Bundesstraße. Im März dieses Jahres wollte wieder ein Gastwirt in das Haus an der stark befahrenen Kreuzung einziehen, um dieses als Wettannahmestelle in Verbindung mit einem Café zu nutzen. Doch befand die Gemeindeverwaltung das Vorhaben als Vergnügungsstätte, welche in dieser Lage nur ausnahmsweise zulässig sei. Darauf nahm der Bauherr sein Vorhaben zurück.

Jüngst stellten zwei Gastwirte den Antrag, die beiden Läden in gleicher Funktion, nur räumlich getrennt nutzen zu dürfen. Auch wenn Bürgermeister Erich Winkler seine zurückhaltende Meinung dem Vorhaben gegenüber nicht unterdrücken konnte, musste er einräumen, dass das Projekt in dieser Form rechtlich nicht zu beanstanden sei. „Das Besondere an diesem Fall ist, dass das Landratsamt bei einer Ablehnung unser Einvernehmen ersetzen würde.“ Axel Arbeiter (SPD) brachte es auf den Punkt: „Wir dürfen nur abstimmen, aber nicht entscheiden.“

Gastwirte wollen Wettbüro in Nersingen eröffnen

Anja Mayer-Ley ( CSU) versprach, das Unternehmen im Auge zu behalten, ob sich die Gastwirte an die räumliche Trennung tatsächlich auch halten würden. Mit sieben Ja- und drei Neinstimmen wurde der Antrag vom Bau- und Umweltausschuss schließlich angenommen.

Keine Zustimmung erhielt dagegen eine Bauvoranfrage im Ortsteil Straß. Am Bühler Weg sollten zwei Wohngebäude entstehen. Eine Bauherrengemeinschaft wollte hier insgesamt 22 Wohnungen errichten. Doch lehnten die Räte das Projekt ab, weil das Mehrfamilienhaus komplett die Baugrenzen überschreiten würde.

Franz Merkle (CSU) erklärte dazu, dass das Bauvorhaben ein „Dolchstoß“ für den benachbarten Fußballklub sei. Bereits jetzt hat der Verein mit zahlreichen Beschwerden wegen Lärmbelästigungen seitens der Nachbarschaft zu kämpfen.

Anja Mayer-Ley sprach sich dafür aus, auf dem betreffenden Grundstück einen Kindergarten zu bauen.

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