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Wirtschaft

01.02.2019

Zahl der Arbeitslosen im Landkreis steigt leicht

Der Agentur-Chef spricht von einer üblichen Januar-Entwicklung – und blickt schon jetzt auf den Herbst

Leichter Dämpfer nach zahlreichen Rekord-Meldungen: Die Arbeitslosenquote im Landkreis Neu-Ulm ist im Januar gestiegen. Doch im Vergleich zum Vorjahr sind die Werte gut, wie Richard Paul, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Donauwörth erläutert: „Wie jedes Jahr stieg im Januar die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Dezember deutlich an, sie liegt aber unter dem Niveau des Vorjahres. Wir verzeichnen die saisonüblichen Entlassungen in der Winterzeit und zum Jahresende.“ Demnach ist die Arbeitslosenquote im Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent gestiegen. Aktuell sind 2330 Menschen arbeitslos gemeldet – 261 mehr als im Vormonat, aber 38 weniger als vor einem Jahr. Bei Männern und Frauen ab 50 Jahren beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 2,8 Prozent – das entspricht 934 Personen. 706 Ausländer und 228 Menschen mit Behinderung suchen eine Beschäftigung. Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt ist nach Angaben des Agenturleiters groß: Insgesamt haben sich 1067 Menschen neu arbeitslos gemeldet, 810 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Längst nicht alle Stellen sind besetzt: Die Arbeitgeber suchen nach Informationen der Agentur für Arbeit insgesamt 1604 Mitarbeiter, die meisten davon in Vollzeit. Bei gut 83 Prozent der gemeldeten Stellen liegen die Anforderungen auf Fachkraftniveau oder höher.

Schon jetzt schaut Agentur-Geschäftsführer Paul auf den Ausbildungsstart im September: „Mit dem Zwischenzeugnis Mitte Februar fängt die letzte Phase der aktiven Bewerbungszeit um Ausbildungsstellen an. Viele Firmen werden in den nächsten Wochen entscheiden, welcher Bewerber nach Ende seiner Schulzeit mit der Ausbildung beginnen darf“, betont er. Gerade in den Handwerksberufen seien sehr viele Lehrstellen gemeldet. Auch Schüler mit schlechten Noten sollten sich um einen Ausbildungsplatz bemühen, empfiehlt er: „Mit einem Berufsabschluss verringert sich das Risiko.“ Paul rät allen Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle für den Herbst gefunden haben, „mit den Bewerbungsaktivitäten jetzt richtig Gas zu geben.“

Die Entwicklung in und um Ulm gleicht der im Kreis Neu-Ulm: Zum Jahresbeginn ist die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm um 688 auf 7503 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag mit 2,5 Prozent 0,2 Punkte über dem Dezemberwert. „Saisonale Effekte wie vorübergehende Freistellungen in witterungsabhängigen Branchen oder zum Jahresende auslaufende Arbeitsverträge sind Gründe dafür“, erklärt Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Dennoch sei die Arbeitslosigkeit auf sehr niedrigem Niveau. In einem Januar gab es zuletzt 1991 weniger arbeitslose Menschen. Im Stadtgebiet Ulm waren 2425 arbeitslose Menschen über Arbeitsagentur und Jobcenter auf der Suche nach einer neuen Stelle – 194 mehr als im Dezember, aber 104 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 auf 3,4 Prozent. (az)

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