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Konzert

18.03.2015

Zeitloser Leckerbissen

Japan swingt: Gitarrist Nagome Sakuma, Kontrabassist Masato Kobayashi beim Konzert im Scharff-Haus.
Bild: Mayer

International Hot Jazz Quartet mit Freunden aus Japan im Scharff-Haus

Diesmal mit japanischen Gästen angereichert, bot das International Hot Jazz Quartet, bei dem der in Ulm beheimatete Bernard Flegar an den Drums wirbelt, in Neu-Ulm eine mitreißende Melange von Hot-Jazz- und Swing-Kompositionen.

Die sieben Herren um den 48-jährigen Mississippi-Trompetenstar Duke Heitger waren nach einer Schweiz-Tournee von Luzern aus in den kleinen, aber voll besetzten Saal des Edwin-Scharff-Hauses gedüst. Dort hatten sie zum Auftakt in Quartett-Formation nach zwei Polka-Dixie-Nummern die Jazzfreunde an der Donau gleich auf ihrer Seite. Dann kamen die Japaner: Gitarrist Nagome Sakuma, Klarinettist Eiji Hanaoka und Kontrabassist Masato Kobayashi verliehen dem authentischen New-Orleans-Jazz und Harlem-Swing der 1920er- und 30er-Jahre im Generationensprung des 21. Jahrhunderts zusätzliche Farbtupfer. Zu „Rose Room“ etwa, dem Jazzstandard, den später Duke Ellington und Benny Goodman populär machten, erfand der Pianist Paolo Alderighi zusammen mit Kobayashi und Flegar einen luftig-reduzierten Einstieg.

Im Verlauf des Konzerts war das Klarinetten-Tandem um Hanaoka und den auch Saxofon spielenden Engelbert Wrobel eine Wucht – der Japaner aus Tokio mit geschmeidigem Ton, der Deutsche aus der Eiffel in den Höhen einen Tick zupackender. Neben „Chinatown“, bei dem der Gastgitarrist aus dem Land der aufgehenden Sonne über pure rhythmische „Banjo“-Funktion endlich ganz melodisch aus sich herausging, gehörte auch Benny Goodmans „Wholly Cats“ zu den Highlights des Konzerts, das nicht zuletzt durch das kraftvolle Trompetenspiel des weißen „Steamboat“-Amerikaners zum Leckerbissen geriet. (roma)

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