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14.07.2010

Zimmerer gesucht

Weißenhorn Der Widerstand gegen den Ausbau der Schlösser ist aufgegeben, nun werden Handwerker gesucht: Demnächst sollen die Restaurationsarbeiten ausgeschrieben werden. Das hat der Stadtrat nun einstimmig in einer Sitzung beschlossen. Für einen großen Teil der Arbeiten können sich Firmen aus ganz Europa bewerben.

Wie berichtet hatte die Regierung von Schwaben bereits im Mai Fördergelder mündlich zugesagt. Die Zuschüsse von insgesamt 3,3 Millionen Euro werden wohl aus zwei Töpfen fließen: Zum einen wird der so genannte Entschädigungsfonds des Denkmalamtes angezapft. In dieses Budget bezahlt jede bayerische Gemeinde ein. Das Konto wird vom Innenministerium verwaltet und ausschließlich für den Erhalt besonderer Gebäude verwendet, erklärt Stadtbaumeister Burkhard Günther. Auch die bayerische Landesstiftung und der Landkreis Neu-Ulm sind mit im Boot. Wie die Behörden die Kosten untereinander aufteilen, ist laut Günther noch nicht bekannt. "Die sind noch am Rechnen." Die Gelder seien für das Jahr 2012 fest eingeplant. "Da kann nichts gestrichen werden." Aus dem zweiten Topf, der Städtebauförderung, könnten heuer noch Zuschüsse fließen. Dies käme der Verwaltung wohl recht, die bislang rund 500 000 Euro für die Planung ausgegeben hat. Warten müsse man aber nicht, so Günther: "Wir können die Kosten aus Haushalt bezahlen."

Zugleich machte Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt in der Sitzung klar: Die Zuschüsse sind zwar versprochen - aber noch nicht schriftlich bewilligt. "Bevor wir das nicht schwarz auf weiß haben, machen wir gar nichts." Er rechne jedoch damit, dass der Brief in die Zusage per Post bald eintrifft.

Derzeit arbeiten Architekt und Planer an einer Ausschreibung für Baumeister-, Zimmerer-, Spengler- und Dachdeckerarbeiten. Die Unterlagen sollen ab Ende August verschickt werden. Bis Ende September will die Verwaltung dann Angebote sammeln. In der Stadtratssitzung am 18. Oktober sollen die Arbeiten vergeben werden. Die Restauration wird europaweit ausgeschrieben. Dennoch rechnet Stadtbaumeister Günther nicht damit, dass Bauarbeiter aus Polen, Finnland oder Irland in die Fuggerstadt kommen. "Das wäre ungewöhnlich." Bewerbungen aus Österreich hält er dagegen für wahrscheinlich, immerhin seien es nur 100 Kilometer bis zur Grenze.

Die Zimmererarbeiten sollen noch heuer im Winter beginnen. Dafür werden die Schlösser wohl eingehaust. Günther: "Bis minus drei Grad kann man arbeiten." (caj)

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