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Neu-Ulm

02.05.2013

Zögern und Zweifeln haben ein Ende: Jetzt Baubeginn an der Glacis-Galerie

Erster Spatenstich für Glacis Galerie an der Bahnhofstraße. An den Schaufeln: (von links) Markus Koch für den Generalunternehmer BAM, Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, Dennis Barth für den Bauherrn Procom und Uwe Schäfer von der Hessischen Landesbank (Helaba).
Bild: Gerrit-R. Ranft

130 Millionen Euro teurer Einkaufstempel soll im März 2015 eröffnet werden

Neu-Ulm Nach sechs Jahren des Planens, Zögerns und auch Zweifelns hat am Dienstag mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Bau der Glacis-Galerie an der Bahnhofstraße in Neu-Ulm begonnen. Im März 2015 soll das 130 Millionen Euro teure Bauwerk mit 25 000 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnet werden.

„Die Glacis-Galerie wird die Neu-Ulmer Innenstadt verändern“, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, ehe er gemeinsam mit den Vertretern des Bauherrn Procom und des Bauunternehmens BAM zum Spaten griff und etwas Erde ausgrub. „Das Einkaufszentrum wird ein Eyecatcher sein und die Zukunft Neu-Ulms als Einkaufsstadt ganz neu definieren.“ Ein langer Weg sei zurückgelegt worden von der ersten Vorstellung des Projekts durch Procom vor sechs Jahren bis zum jetzigen Spatenstich als „Startschuss und erstem Schritt hin zum neuen Gebäude.“

Noerenberg: „Das Leben in Neu-Ulm wird realer“

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Natürlich seien anfangs Zweifel aufgekommen, blickte Noerenberg zurück, „und Fragen, ob wir das überhaupt können“. Möglicherweise werde eine ganz falsche Entscheidung getroffen. Aber dann habe der Stadtrat die Gelegenheit beim Schopf ergriffen, dazu auch Mut bewiesen und Ausdauer. „Die Glacis-Galerie wird nun endlich Wirklichkeit und das Leben in Neu-Ulmer realer.“ Mut machte dem Oberbürgermeister, dass der Baubeginn ausgerechnet ins Jubiläumsjahr für den Ozeanflieger Hermann Köhl falle. Sein Lebensmotto habe gelautet: „Das Machbare wagen.“ Köhl habe daran geglaubt – wohl wissend, dass dazu Mut und Vorstellungsvermögen gehörten. „Unser Kurs stimmt wie seinerzeit der von Hermann Köhl.“

Dennis Barth, der als Gesellschafter und Procom-Geschäftsführer gemeinsam mit dem Oberbürgermeister zum Spaten griff, blickte zurück auf die lange Zeit der Planung und der Zweifel. Immerhin sei der Kaufvertrag für das vier Hektar große ehemalige Bahngelände schon am 17. April 2007 unterzeichnet worden. „Aber wir haben immer daran geglaubt.“ Dass ihnen die Finanz- und Bankenkrise, die auch langfristige Entscheidungen am Mietermarkt beeinflusste, dazwischen geraten könne, habe niemand geahnt. Was da nun aber an der Bahnhofstraße entstehe, sei ein architektonisch ansprechendes Bauwerk, das auch energetisch auf dem neuesten Stand sein werde. Dass Procom in Neu-Ulm Qualität abliefere, erweise sich wohl auch am Umfang des mit dem Unternehmen BAM geschlossenen Bauvertrags von 10318 Seiten auf dreieinhalb Regalmetern.

Wichtig ist ein gutes Miteinander

Errichtet wird das Gebäude der Glacis-Galerie von der BAM-Deutschland AG, nach Angaben Dennis Barths „eins der führenden deutschen Bauunternehmen und die Tochter der holländischen BAM“. Barth erinnerte auch an den Streit, der mit den Anwohnern der Bahnhofstraße auszufechten war, die vor den Ausmaßen des geplanten Bauwerks erschraken. „Gute Nachbarschaft war uns immer ein besonderes Anliegen“, sagte Barth, „und das Ergebnis ist jetzt ein gutes Miteinander statt eines Gegeneinanders.“ Alles könne nun gut werden im Zusammenspiel der Hamburger Procom, der Hessischen Landesbank und des holländischen Bauunternehmens, die einer bayerischen Stadt unter die Arme griffen.

„Einen stolzen Ritt“, nannte Markus Koch als BAM-Geschäftsführer die Bauzeit von 24 Monaten. Davor sei dem Unternehmen nicht bange. Neu-Ulm schaffe sich mit der Glacis-Galerie etwas völlig Neues und schließe damit eine Lücke nicht nur optisch, sondern auch als Einkaufsstadt.

Der Zeitplan sieht laut Koch vor, bis zum Sommer die Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg abzuschließen. Danach werde bis zum Herbst an der Bodenplatte gearbeitet. Im nächsten Frühjahr werde der Rohbau stehen, woraufhin mit dem Innenausbau begonnen werden könne. (grr)

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