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21.07.2010

Zu heiß für ein Volksfest

Das bunte Volksfest ist vorbei. Für Attraktionen wie das "Psychedelic" war es offenbar zu heiß. Foto: heo
Bild: heo

Ulm Am Schwörmontag gegen Mitternacht schloss das 581. Ulmer Volksfest seine Pforten - und damit die zweite Ausgabe des neu konzipierten Familien-Volksfests in der Friedrichsau. Das Wetter mit Rekordtemperaturen von bis zu 38 Grad auf dem Festplatz hatte den Schaustellern dieses Jahr sehr zu schaffen gemacht, sodass bei vielen der Umsatz unter den Erwartungen des Vorjahres zurückblieb. Die WM am ersten Wochenende tat ihr Übriges, doch gegen Ende der Spielzeit hatte Petrus ein Einsehen, was zu einem akzeptablen Endergebnis führte. Und an fränkischem Bier auf dem Ulmer Volksfest störten sich die Ulmer offensichtlich nicht.

"Manche Tage waren bis in die Abendstunden einfach zu heiß - aber wer kann es den Ulmern bei 35 Grad im Schatten verdenken, dass Baggersee und Balkon bevorzugt wurden…" meint Oliver Fischer vom Ulmer Volksfest und fährt fort: "…und wenn es nicht zu heiß war, hatten wir Unwetter". Tage mit viel Umsatzpotenzial, wie die Ladies Night am Montag und der zweite Samstag fielen buchstäblich ins Wasser.

Zum Dahinschmelzen, ebenfalls leider im wörtlichen Sinn, war dagegen der Familientag. Sonst in Ulm der Renner dank stark ermäßigter Fahrpreise, machten sich die Ulmer am heißesten Tag des Volksfestverlaufs nicht auf dem Weg in die Au. Nachdem die IG Ulmer Volksfest wie jedes Jahr unter den Beschickern des Fests eine anonyme Umfrage zum Festverlauf startet, zeichnete sich jedoch eine Meinung ab: Die Umsatzerwartungen wurden dieses Jahr zwar nur bei einigen erfüllt, jedoch ist sich die Mehrheit der Schausteller einig, dass wesentlich mehr Potenzial in Ulm steckt, hätte nur das Wetter mitgespielt. "Ich denke, dass wir weniger Besucher hatten, als im Vorjahr, aber immer noch wesentlich mehr als 2008.", so Fischer, zuständig für Marketing und Fahrgeschäfte.

Das viel diskutierte Bier aus Franken kam offenbar gut an: Das Bier von Mönchshof fand laut Volksfestmachern bei den Besuchern daher viel Anklang. An den Tagen, an denen der Biergarten randvoll war, wurde im pro Kopf-Durchschnitt sogar ein Schluck mehr vom eigens für das Ulmer Volksfest gebrauten Gerstensaft getrunken, als im Vorjahr. Daher werden die Volksfestmacher auch weiterhin auf das Bergdorf mit Biergarten setzen. "Die hohe Akzeptanz hat uns im "Jahr zwei" nach der Bierzelt-Ära bestätigt, dass dieses Konzept mit großem gemütlichem Biergarten der richtige Weg ist." erklärt Claus Steinmüller von der IG Ulmer Volksfest. (heo/pm)

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