Newsticker

Mecklenburg-Vorpommern erwägt Abschaffung der Maskenpflicht
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Zu schade für den Müll

Modell

05.04.2011

Zu schade für den Müll

Projektmitarbeiter der Neuen Arbeit sammeln Brauchbares auf Recyclinghöfen

Ulm Völlig neue Wege bei der Verringerung des Müllaufkommens beschreiten die Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm und die gemeinnützige Einrichtung Neue Arbeit in einem gemeinsamen Modellprojekt, das über die Stadtgrenzen hinaus große Beachtung findet.

Vormals langzeitarbeitslose Menschen, die bei der Neuen Arbeit beschäftigt sind, sortieren auf den Recyclinghöfen der Stadt Ulm aus den Anlieferungen der Ulmer Bürger alles Wiederverwendbare aus.

Was auf diese Weise vor der Müllverbrennung gerettet wurde, wird gereinigt, aufgearbeitet und in den Secondhand-Kaufhäusern der Neuen Arbeit verkauft. Auf diese Weise wurden schon während der sechsmonatigen Erprobungsphase auf dem Recyclinghof in Grimmelfingen große Mengen an Möbel und Gebrauchsgüter aller Art der Wieder- und Weiterverwendung zugeführt. Hintergrund des Modellprojekts ist ein umfangreiches ökologisches Nachhaltigkeitskonzept. Neben der Verringerung des Müllaufkommens werden vor allem wertvolle Ressourcen geschont. So muss etwa durch die Weiterverwendung eines gebrauchten Gutes kein neuer Artikel produziert werden. Das spart in erheblichem Umfang Rohstoffe und Energie und verringert letztlich den CO2-Ausstoß.

Zu schade für den Müll

Und als besonderer Effekt entstehen „so ganz nebenbei“ auch noch zusätzlich Arbeitsplätze. Die Neue Arbeit gGmbH beschäftigt und qualifiziert rund 230 vormals langzeitarbeitslose Menschen mit dem Ziel, diese Menschen für den 1. Arbeitsmarkt vorzubereiten. Zu diesem Zweck bietet die Neue Arbeit in ihren Secondhand-Kaufhäusern ein vielfältiges Spektrum an unterschiedlichen Arbeitsplätzen an.

Nach dieser erfolgreichen ersten Testphase soll das Modellprojekt nun um zwei weitere Annahmestellen erweitert werden. (az)

Am Freitag, 8. April, werden ab 13 Uhr die Annahmestellen in den Recyclinghöfen „Wiblingen“ und „Jungingen“ in Betrieb genommen. In Wiblingen gibt es neben vielen Informationen auch einen Imbiss zu familienfreundlichen Preisen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren