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Weißenhorn

08.12.2020

Zum 40. Todestag des Beatles-Gründers: Ein Spaziergang mit John Lennon durch Weißenhorn

John Lennon war vieles: der Erste unter den vier Pilzköpfen, ein begnadeter Songwriter, auch als Solist, zudem ein Denker und Liebender, Familienmensch und der Mann an Yoko Onos Seite.
Bild: London Express, dpa

Plus Vor 40 Jahren starb der Beatles-Gründer und Jahrhundert-Musiker John Lennon. Auf seinen musikalischen Spuren kann man jetzt spazieren – in Weißenhorn.

Legenden leben länger: Die Unsterblichen, die Gottgleichen des Pop, Blues und Rock ’n’ Roll, hoch droben im Olymp der immerwährenden Charts, bleiben allgegenwärtig und überall – auch nach ihrem Tod. John Lennon ist so ein Fall. Sein Weihnachts-Hit „Happy Xmas, War is over“ klingt zum Fest wieder auf allen Radiofrequenzen, „Imagine“ bleibt die Hymne der Friedensbewegten und 2020, exakt vier Jahrzehnte nach Lennons Tod, rotieren Beatles-Alben immer noch auf den Plattenspielern. In dieser Welt hat John Lennon Spuren hinterlassen, von seiner Geburtsstadt Liverpool über die frühen Beatles-Tage in Hamburg bis nach New York – dort fand er an einem 8. Dezember, vor exakt 40 Jahren, einen gewaltsamen Tod. Lennon überall – und ab heute können Fans auch auf seinen Spuren wandeln. Mitten in Weißenhorn. Dort gibt es ab heute einen Themenweg, der im Spaziergang am Leben des John Lennon entlangführt.

Der Weißenhorner Kulturbüro-Chef ist ein John-Lennon-Fan

Vermutlich ist Volker Drastik der leidenschaftlichste Lennon-Fan von Weißenhorn. „John Lennon war eine Persönlichkeit. Seinen Friedensgedanken sollten wir weitertragen“, findet der Chef des Kulturbüros und erklärt, wie der Lennon-Pfad entstand: „Die Musik der Beatles begleitet mich schon seit meiner Jugend, die Idee von Themenwegen seit vier Jahren.“

Der Gedanke sei ihm im Kopf herumgeschwirrt: Wie lässt sich ein Spazierweg mit Musik und Information verknüpfen, mit Lennons Musik und Leben? Die Antwort: QR-Codes. Das sind kleine, schwarz-weiße, quadratische Muster, die der Spaziergänger einfach mit dem Smartphone abfotografieren kann. Ein Klick, dann führt der Code zu Texten, Links und zur Musik. Informationen so zu vernetzen, das fasziniere ihn, sagt Drastik.

"Love Me Do" - The Beatles

Ein Lennon-Rundweg in der Weißenhorner Altstadt

Der John-Lennon-Weg ist wie ein Rundkurs gestaltet, drei Kilometer über neun Stationen, die ab sofort frei zugänglich sind. Jeder Halt bietet einen Zettel, einen Text zur Lennon-Biografie und einen Code zu einem Song. Die Route führt durch die historische Altstadt und über Naturwege, vom alten Rathaus aus über das Stadttheater, Prügelturm und Stadthalle. „Ideal für einen Sonntagsspaziergang“, findet Drastik. Spazieren ist schließlich erlaubt, auch unter den neuen, verschärften Corona-Regeln, die in Bayern ab Mittwoch gelten. Die Tour sei keine Schnitzeljagd, sagt Drastik, an jeder Station hängt ein Plan, aber: „Man muss schon aufmerksam durch die Gegend laufen.“

Vor 40 Jahren wurde John Lennon in New York erschossen

Von Liverpool bis New York, von „Love Me Do“ bis „Imagine“, von der Beatle-Mania der 60er bis zur Liebe zu Yoko Ono – Stationen eines viel zu kurzen Lebens, vom 9. Oktober 1940 bis zum 8. Dezember 1980. Gerade lebte Lennon eine ganz neue Rolle als Familienvater, er kümmerte sich um seinen Sohn Sean – und bastelte auch an seiner Solokarriere. Dann schlug das Schicksal ein, mit fünf Revolver-Schüssen.

„Ich bin getroffen“, das sollen Lennons letzte Worte gewesen sein. In seinen Manteltaschen trug der religiös-fanatische Fan Mark David Chapman Beatles-Kassetten, am gleichen Tag hatte er sich noch ein Autogramm von Lennon geben lassen. Als der Sänger dann um 22.47 Uhr das Dakota-Gebäude in New York betreten wollte, drückte Chapman fünfmal ab. So brutal endete das Leben eines der größten Popkünstler des 20. Jahrhunderts.

Musikvideo: "Imagine" - John Lennon

In Weißenhorn gibt es jetzt einen Themenweg zu John Lennon

„Life is what happens to you while you’re busy making other plans“, sagte Lennon einmal. Leben ist das, was passiert, während du gerade andere Pläne schmiedest. Noch im Sommer 2020 konnte Drastik ein Kultur-Programm im Weißenhorner Stadtpark organisieren und er hätte sich auch gut ein Konzert zu Lennons Ehren vorstellen können. Doch Corona lässt das nicht zu. So ehrt nun eben ein Themenweg John Winston Ono Lennon. Drastik überlegt, das Konzept sogar zu erweitern, etwa mit einem Pfad zu Beethoven oder Thementouren für Kinder. Bis zum 6. Januar jedenfalls führt ein Weg für Lennon mitten durch Weißenhorn.

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