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Ulm

16.08.2017

Zwei Pannen hintereinander bei Christoph 22

Nach einer Panne bei Ballendorf musste der Rettungshubschrauber Christoph 22 in die Werkstatt gebracht werden.
Bild: Ralf Zwiebler

Erst kann der Ulmer ADAC-Rettungshubschrauber nicht mehr weiterfliegen, dann streikt auch die Ersatzmaschine.

Ein technischer Defekt hat den Rettungshubschrauber Christoph 22 zwei Mal kurz hintereinander gestoppt. Erst konnte eine Maschine am Einsatzort nicht mehr starten, dann gab es auch Probleme mit der Ersatzmaschine.

Die erste Panne ereignete sich am Dienstagnachmittag. Die Rettungskräfte wurden zu einem neurologischen Notfall gerufen, stiegen in Ulm in die Maschine und landeten um 14.54 Uhr am Einsatzort in Ballendorf (Alb-Donau-Kreis). Ein Signallämpchen im Cockpit des Hubschraubers zeigte einen technischen Defekt an. Das hieß für das Bordpersonal: Der Hubschrauber darf nicht mehr weiter fliegen. Deshalb sollte eine Ersatzmaschine zum Einsatz kommen. Die durfte aber wegen des Gewitters über Ulm nicht starten. Der Patient wurde daher vor Ort versorgt und mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht. „Das hat alles reibungslos geklappt“, sagte Maxi Hartung von der ADAC-Luftrettung in München. Der defekte Hubschrauber, der ohnehin diese Woche hätte gewartet werden sollen, wurde in Ballendorf auf einen Tieflader gehievt und gestern Mittag zur ADAC-Luftfahrttechnik nach Bonn gebracht. „In der Zwischenzeit kam das Okay vom Luftfahrtbundesamt, dass wir weiterfliegen dürften“, sagte Hartung. „Aber da war die Maschine schon auf dem Tieflader.“ Das heißt: Es gab zwar einen Defekt – welchen, war gestern noch nicht klar – aber dieser war nicht so gravierend, dass der Hubschrauber nicht mehr hätte fliegen können.

Am Mittwoch gab es allerdings erneut einen Zwischenfall. Gegen 14 Uhr wurde Christoph 22 zu einem Einsatz in Schlierbach bei Kirchheim/Teck (Kreis Göppingen) gerufen. Dort habe der zuständige Notarzt entschieden, dass der Patient auf der Straße in die Klinik gebracht werden solle. Der Hubschrauber flog sozusagen hinterher, um den Mediziner anschließend wieder zurück nach Ulm zu bringen. Doch auch in dieser Ersatzmaschine leuchtete ein Lämpchen auf und signalisierte dem Piloten, dass er nicht weiterfliegen konnte. Diesmal war die Ursache schnell klar. Das Display zeigte einen Ölverlust an. Das musste vom Wartungspersonal vor Ort geprüft werden. Solche Fälle seien „gar nicht so außergewöhnlich“, sagte Maxi Hartung. „Bei der Luftrettung ist man halt sehr vorsichtig.“

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