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Senden

24.03.2020

Zweiter Bürgermeister Josef Ölberger lenkt Senden durch die Krise

Unser Bild entstand vor drei Jahren, als Josef Ölberger Bögge schon einmal lange Zeit vertreten hat.

Plus Sendens Noch-Bürgermeister Raphael Bögge ist im Urlaub. Sein Stellvertreter kümmert sich in Zeiten des Coronavirus um Verwaltung, Bürger und örtliche Gewerbetreibende.

Das Rathaus in Senden läuft wegen der Corona-Pandamie seit einer Woche sozusagen im Notbetrieb. Die Bürger dürfen nur noch mit Voranmeldung und nur bei dringenden Anliegen herein, Gelbe Säcke können sie sich beispielsweise vor der Tür abholen. Die Beschäftigten stellen sich auf neue Situationen ein – auch was den Chef angeht.

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Denn Sendens Noch-Bürgermeister Raphael Bögge ist seit Mittwoch vergangener Woche nicht mehr da. Er hat Urlaub genommen und seine persönlichen Sachen ausgeräumt. Zweiter Bürgermeister Josef Ölberger führt seitdem die Geschäfte, er sagt, dies sei „bis auf Weiteres“ der Fall. Der Urlaub stehe Bögge zu, sagt Ölberger. Bögge könne diesen auch jederzeit unterbrechen, aber derzeit gebe es keinen ausgemachten Zeitpunkt, an dem sein Urlaub enden soll.

Zweiter Bürgermeister Josef Ölberger lenkt Senden durch die Krise

Die Mitarbeiter im Rathaus arbeiten in zwei Teams, damit der Betrieb gesichert ist, falls jemand sich mit dem Coronavirus ansteckt. Jeweils ein Team aus Beschäftigten arbeitet immer eine Woche im Rathaus und baut in der nächsten Woche Überstunden ab. „Das funktioniert ganz gut, die Leiter der Geschäftsbereiche treffen sich nach wie vor jeden Tag mit mir, dann besprechen wir, was alles anfällt“, sagt Ölberger.

So geht das Sendener Rathaus mit Corona um

Der Zweite Bürgermeister holt zu wichtigen Gesprächen auch Sendens zukünftige Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf dazu. Oder die beiden telefonieren. „Es ist mir wichtig, dass sie mit einbezogen wird, denn viele der Themen gehen auch ins nächste Jahr“, sagt Ölberger. So könne Schäfer-Rudolf im Mai besser in den Job starten – die Übergangszeit zwischen Wahl und neuer Amtsperiode sei schließlich dazu da, den neuen Rathauschef einzuarbeiten. Und die neue Bürgermeisterin weiß das zu schätzen. „Es ist super, ich fühle mich gut mitgenommen“, sagt sie. Bürgermeister sei schließlich kein Ausbildungsberuf, man müsse sich da hineinarbeiten. Und genau das hat sie vor: In den nächsten Wochen will Schäfer-Rudolf alle Abteilungen und alle Mitarbeiter kennenlernen. Sozusagen als Praktikantin möchte sie gerne sehen, was welche Abteilung macht. „Ich muss als Bürgermeisterin nicht alles selbst können, dafür sind die Mitarbeiter ausgebildet, aber ich will alles einmal sehen.“

Schäfer-Rudolf und Ölberger haben dieser Tage gemeinsam die städtische Corona-Hilfe aufgebaut, die sehr gut ankomme. Auch sonst dreht sich bei Ölberger dieser Tage viel um das Virus. Man wolle eine Aktion „Einkaufen von nebenan“ starten, bei der die Bürger zum Beispiel dazu animiert werden, jetzt schon Gutscheine aus Bäckereien, Restaurants, Metzgereien oder Buchläden zu kaufen und sie später im Jahr einzulösen. Außerdem schreibe er derzeit an Gewerbetreibende in Senden Briefe mit Infos zu Förderungen in der Krise. Es ist wichtig, das Signal zu senden: „Die Stadt kümmert sich und lässt niemanden alleine“, sagt Ölberger.

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25.03.2020

Is ja chillig, wenn der 1. Bürgermeister bei der aktuellen Situation einfach in den Urlaub geht. Ich kann´s nicht fassen.

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