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25.09.2017

Zwischen Glück und Besorgnis

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Andreas Beier

Was die Direktkandidaten der kleineren Parteien zum Wahlausgang sagen

Enttäuschung, aber auch Zuversicht. Die meisten sind zufrieden mit ihrem eigenen oder dem Ergebnis der Partei. Das Wahlergebnis – vor allem das der AfD – haben die Direktkandidaten gemischt aufgenommen. Wir haben uns umgehört.

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Glücklich über das Ergebnis seiner Partei ist FDP-Direktkandidat Richard Böhringer, obwohl er selbst nicht in den Bundestag einziehen wird. „Wir haben unsere Ziele erreicht, sowohl in Bayern als auch im Bund“, so der 73-Jährige. Die Liberalen hätten mit Themen wie Bildung und IT gerade bei jungen Wählern gepunktet.

Elmar Heim freut sich, dass die Linke in Bayern 6,6 Prozent erzielte: „Das ist weit mehr, als wir uns erhofft haben.“ Das Ergebnis der AfD wertet er dagegen als „einen finsteren Rückschritt“.

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Von einem „katastrophalen Abschneiden“ der großen Volksparteien spricht Wolfgang Schrapp, Direktkandidat der Freien Wähler. CDU/CSU und SPD hätten sich weit vom Wähler entfernt. Schrapp sieht eine Schwäche auch der CSU – hier müssten die Freien Wähler mit Blick auf die Landtagswahlen 2018 in Bayern ansetzen.

Ein „schwarzer Tag für die Zukunft unserer Kinder“ war der Wahltag aus Sicht von Gabriela Schimmer-Göresz. Statt eines Wandels in der Wirtschafts- und Umweltpolitik würden weiter Profit und Lobbyismus regieren. Das Versagen der etablierten Parteien habe mit der AfD eine Partei triumphieren lassen, die „keine Alternative für Deutschland ist“.

Der Wahlkampf wurde auf Sparflamme gemacht, deswegen ist Rudolf Ristl zufrieden. „Karl-Heinz Brunner (SPD) habe ich im Neu-Ulmer Landratsamt schon gratuliert, dass seine Partei den Weg in die Opposition gehen wird. Das halte ich für richtig.“

Andreas Beier ist mit seinem Ergebnis zufrieden, „aber bisschen mehr hätte es auch sein dürfen“, sagt er. Eine Spaltung der Gesellschaft lasse sich wegen des Gesamtergebnisses der Wahl nun schwer aufhalten. (az)

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