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Ärger um neue Parkordnung vor Kindergarten in Pfuhl: Stadt unterläuft „kleiner Fehler“

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Ärger um neue Parkordnung vor Kindergarten in Pfuhl: Stadt unterläuft „kleiner Fehler“

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    Die aktuelle Beschilderung erlaubt es Eltern nicht, mit dem Auto kurz auf der Wendeplatte vor dem Bonhoeffer-Kindergarten in Pfuhl zu halten.
    Die aktuelle Beschilderung erlaubt es Eltern nicht, mit dem Auto kurz auf der Wendeplatte vor dem Bonhoeffer-Kindergarten in Pfuhl zu halten. Foto: Michael Kroha

    Marianne Ebigt kann es nicht verstehen. Seit 42 Jahren wohnt sie in der Edith-Stein-Straße im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl im Bereich der dortigen Wendeplatte. Noch nie habe es in dieser Zeit Probleme mit der Parksituation gegeben. Kürzlich aber seien Mitarbeiter der Stadt Neu-Ulm angerückt. Sie stellten neue Schilder auf und brachten neue Markierungen auf dem Asphalt an. Eine „irrsinnige Maßnahme“, meint Ebigt. Auch im benachbarten Kindergarten stößt die Änderung auf wenig Begeisterung. Die Stadt Neu-Ulm räumtauf Nachfrage unserer Redaktion einen „kleinen Fehler“ ein.

    Ebigt hat sich vergangene Woche selbst schon an die Stadtverwaltung gewandt. Ihr sei zurückgemeldet worden, dass ein Anwohner über die parkenden Fahrzeuge beschwert habe. Daher sei nun eine Parkordnung eingerichtet worden. Die sieht nun vor, dass es nur noch vier eingezeichnete Parkplätze auf der Wendeplatte gibt. Die neu aufgestellten Schilder geben ein absolutes Halteverbot vor. Ein weiteres Schild besagt: „Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt.“

    Pfuhler Kindergarten-Leitung reagiert verwundert: „Schade, dass das einfach so gemacht wurde“

    Für Ebigt ergibt sich dadurch: Eltern können dadurch ihre Kinder nicht mehr mit dem Auto in den benachbarten Kindergarten bringen. Denn ein Halten, geschweige denn ein kurzes Parken, sei untersagt. „Warum müssen immer gleich solche irrsinnigen Maßnahmen getroffen werden, die dann keiner beachtet? Da wundert es mich nicht, dass inzwischen jeder Verkehrsteilnehmer macht, was er will“, so Ebigt. Als unsere Redaktion sich am vergangenen Freitag vor Ort ein Bild der Lage verschafft, bekräftigt eine weitere Anwohnerin, die quasi seit Geburt dort lebt, die Probleme mit der neuen Parkordnung. Nie habe es bisher Probleme gegeben.

    Seit 1996 gibt es den Bonhoeffer-Kindergarten, Dorothee Kastner arbeitet seit 1998 dort und ist seit 2008 die Leiterin der evangelischen Einrichtung. „Es ist schade, dass das einfach so gemacht wurde“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Direkt am Kindergarten gibt es Mitarbeiterparkplätze. Die aber sind in der Regel belegt. Eltern hätten bislang quasi in zweiter Reihe mittig der Wendeplatte kurz gehalten, um ihre Kinder in die Einrichtung zu bringen. Beim Kindergarten habe sich darüber bisher niemand beschwert. Sollten Anwohner doch einmal zugeparkt worden sein, beispielsweise bei einem Kita-Fest, hätte es eine Durchsage gegeben und das Auto sei umgestellt worden. „Wir sind doch in Pfuhl, da kann man miteinander reden“, sagt Kastner. Seitens der Stadt aber sei vorab keine Information erfolgt, dass die neue Parkordnung eingeführt wird. Eltern hätten sich darüber bereits beklagt.

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    Im Neu-Ulmer Rathaus ist die Sache bereits besprochen worden. „Da ist uns ein kleiner Fehler unterlaufen“, sagt Stadtsprecher Sebastian Kaida. Es seien „versehentlich“ Schilder für ein absolutes Halteverbot aufgestellt worden. Vielmehr aber sollten es Schilder für ein eingeschränktes Halteverbot sein. Damit soll es Eltern weiterhin gestattet sein, wie gewohnt, ihre Kinder in die Kita zu bringen. Wann die Schilder ausgetauscht werden sollen, ist unklar. „In nächster Zeit, hoffentlich zeitnah“, so Kaida. Ob sich lediglich ein einziger Anwohner über die Situation vor Ort beklagt hatte, konnte nicht herausgefunden werden. Der Stadtsprecher aber versichert: Egal bei welchem Anliegen entsende die Verwaltung Fachpersonal, um sich selbst vor Ort ein Bild der Lage zu verschaffen und aufgrund dessen eine Lösung zu erarbeiten. In diesem Fall ging die Ausführung allerdings schief.

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