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AfD und FDP gleichgesetzt? Ärger im Elchinger Wahlkampf

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AfD und FDP gleichgesetzt? Ärger im Elchinger Wahlkampf

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    Zwei Männer und eine Frau bewerben sich um die Nachfolge von Elchingens Bürgermeister Joachim Eisenkolb. Im Wahlkampf gibt es Ärger um einen Text, den Kandidat Daniel Schaefer verfasst hat.
    Zwei Männer und eine Frau bewerben sich um die Nachfolge von Elchingens Bürgermeister Joachim Eisenkolb. Im Wahlkampf gibt es Ärger um einen Text, den Kandidat Daniel Schaefer verfasst hat. Foto: Alexander Kaya

    Ein Satz von Bürgermeisterkandidat Daniel Schaefer hat in Elchingen Ärger ausgelöst. Elchingen stehe vor einer Richtungsentscheidung zwischen „weiter so“ und „jetzt anpacken“, schreibt der von Grünen und SPD unterstützte Schaefer in einem Vorstellungstext in der Gratiszeitung „Elchinger“. Sein Denken und Handeln unterliege keinen Parteiideologien, „weder denen der AfD noch denen der FDP.“ Dass beide Parteien in einem Atemzug genannt werden, empört Unterstützer von Miriam Gruß, die von 2005 bis 2013 für die FDP im Bundestag saß. Schaefer wehrt sich gegen Vorwürfe, die nun gegen ihn erhoben werden.

    Er habe gedacht: „Er hat den Pfad eines anständigen Wahlkampfes verlassen“, schildert UFWG-Gemeinderat Matthias Bloching. „Zwischen FDP und AfD bestehen grundlegende Unterschiede, insbesondere mit Blick auf Liberalismus und Verfassungstreue.“ Armin Willbold (Dorfgemeinschaft) kritisiert: „Mit dieser Formulierung werden eine demokratische Partei und eine in Teilen vom Verfassungsschutz beobachtete Partei in einem Atemzug genannt.“ Schaefer habe gezeigt, dass er politisch nicht in der Lage sei, das Amt auszufüllen, sagt Willbold. „Wer politische Verantwortung übernehmen will, muss Sprache bewusst und differenziert einsetzen.“

    Elchingen: Unterstützer von Miriam Gruß kritisieren Daniel Schaefer scharf

    Miriam Gruß wurde von Freien Wählern, UFWG, Dorfgemeinschaft und CSU nominiert. Sie sagt, sie habe in zahlreichen politischen Ämtern bewiesen, „dass ich genau nicht parteiideologisch denke und handle, sondern über Parteigrenzen hinweg und an der Sache orientiert.“ Sie nun so hinstellen zu wollen, finde sie nicht in Ordnung.

    Schaefer antwortet auf Nachfrage: „Die Nennung von AfD und FDP war weder als Vergleich noch als inhaltliche Gleichsetzung gemeint. Sie diente ausschließlich dazu, im Unterschied zu meinen Mitbewerbern meine grundsätzliche Parteilosigkeit zu unterstreichen.“ Sein Denken und Handeln orientiere sich nicht an parteipolitischen Programmen, sondern an Sachfragen und am konkreten Nutzen für die Gemeinde.

     

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