B10-Baustelle in Ulm liegt vor dem Zeitplan: Neuer Infopoint mit besonderem Ausblick eröffnet
Ulm
B10-Baustelle liegt vor dem Zeitplan: Neue Plattform bietet jetzt besonderen Ausblick
Ein neuer Info-Stand an der B10-Baustelle ist eröffnet. Bei einer Baustellensprechstunde informierten die Verantwortlichen über den aktuellen Stand an der Großbaustelle am Blaubeurer Tor.
Eine Aussichtsplattform bietet ab sofort bessere Einblicke auf die Großbaustelle am Blaubeurer Tor in Ulm.Foto: Thomas Heckmann
Baubürgermeister Tim von Winning hatte am Donnerstagnachmittag zur dritten Baustellensprechstunde eingeladen. Dabei wurde ein neuer Infopoint mit Aussichtsplattform eingeweiht, der einen noch besseren Blick auf die Großbaustelle Blaubeurer Tor bietet.
Der Andrang zeigte großes Interesse der Bevölkerung. Die Experten des B10-Teams gaben detaillierte Einblicke. Themen waren der Rückbau der Blaubeurer Tor-Brücke. Auch der Neubau des Tunnels wurde ausführlich besprochen. Es ging ebenso um die angrenzenden Fuß- und Radweg-Unterführungen. Das Team der Landesgartenschau Ulm 2030 informierte über städtebauliche Veränderungen. Die direkte Kommunikation soll für Verständnis und Akzeptanz werben.
Die neue Aussichtsplattform ist ein besonderes Highlight. Sie bietet einen sicheren und erhöhten Blick auf das Baugeschehen. Man findet sie auch bei Google Maps unter dem Namen „Aussichtsplattform Ulm baut um“. Dieser Ort soll Transparenz schaffen, Bürger können die Fortschritte live mitverfolgen. Die Stadt möchte die Baustelle erlebbar machen. „Wir haben eine wirklich spannende Baustelle“, sagte Baubürgermeister von Winning. Die Veränderungen seien oft schon tageweise sichtbar.
B10-Baustelle in Ulm: Gute Fortschritte und kluge Planung
Die Bauarbeiten liegen derzeit leicht vor dem Zeitplan. Das ist eine erfreuliche Nachricht für die verkehrsgeplagten Ulmer. „Wir liegen aktuell gut im Zeitplan“, bestätigte von Winning. Gesamtprojektleiter Markus Vorholzer von der Firma Leonhard Weiss gab allen Besuchern Auskunft. Der Rückbau der Blaubeurer-Tor-Brücke sei ein wichtiger Meilenstein. Das Ziel ist, bis zum Schwörmontag im Juli das Blaubeurer Tor komplett von der darüber hinweg führenden Brücke befreit zu haben. Der Abriss des zweiten von vier Abschnitten läuft bereits. Parallel dazu schreitet der Neubau an anderer Stelle voran.
Die Arbeiten im Gleisbereich sind in vollem Gange. Dort entstehen neue Pfeilerscheiben für die zukünftige Brücke. Auch im Blaubeurer-Tor-Ring selbst tut sich einiges. Eine neue Unterführung im Bereich Ikea wird gerade gebaut. Dort sollte in der folgenden Woche die Decke betoniert werden. Die Gründungsarbeiten für den Tunnelbau laufen ebenfalls auf Hochtouren. Zwei Großbohrgeräte stellen Bohrpfähle her. Rund 2500 solcher Pfähle wurden bereits verbaut. Das Ziel ist klar definiert. Die Ost-West-Verbindung soll im Winter 2026/2027 wieder befahrbar sein.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der Blaubeurer-Tor-Ring immer weiter aufgeweitet, um im Inneren Platz für den Tunnelbau zu schaffen. Aufgrund der Form nannten die Verantwortlichen den Ring erst „Cartoffel“ und ist mittlerweile wegen seiner engen Kehre zu „Imola“ mutiert. Weitere Änderungen in der Verkehrsführungen werden im Baufortschritt noch folgen.
Intensive Kommunikation zur B10-Baustelle ist eine „Ulmer Spezialität“
Der Dialog mit den Bürgern ist ein zentrales Element. Projektleiter Gerhard Fraidel hält diesen Austausch für entscheidend. Er bezeichnete die intensive Kommunikation als eine „Ulmer Spezialität“. Die Menschen würden viele Fragen stellen. „Wir werden alles Mögliche gefragt, seid ihr im Terminplan, wann wird was gebaut?“, so Fraidel. Man erhalte aber auch nützliche Tipps. Anregungen aus der Bevölkerung werden geprüft und teils umgesetzt. So wurde auf Hinweis die Beleuchtung an einer anderen Stelle verbessert.
Dieser direkte Draht zu den Betroffenen ist gewollt. Er schafft ein tieferes Verständnis für die komplexen Abläufe. „Durch das, dass wir die Leute informieren, wird die Baustelle viel besser verstanden“, erklärte Fraidel. Die informierten Bürger wirken als Multiplikatoren. Sie tragen zur Zufriedenheit in der Stadt bei. Die Baustelle wird so nicht nur als Belastung wahrgenommen. Sie wird auch als spannende Entwicklung verstanden. Eine Besucherin, Sandra Kern, kam aus Neugierde. Sie schätzt die neue Perspektive von oben.
Das Projekt hat auch eine große städtebauliche Bedeutung. Es ist eng mit der Landesgartenschau 2030 verknüpft. Das Blaubeurer Tor wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Edith Heppeler ist die Geschäftsführerin der Landesgartenschau. Sie blickt optimistisch in die Zukunft. „Es wird ein wahnsinns Anziehungspunkt der Landesgartenschau werden“, sagte Heppeler. Die Bürger können diese Veränderung nun live miterleben.
Die Verantwortlichen optimieren ständig die Bauabläufe. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz eines größeren Krans am Kienlesberg. Dadurch konnten die Störungen für den Straßenbahnverkehr reduziert werden. Auf der neuen Aussichtsplattform, die frei zugänglich ist, gibt es zusätzliche Informationen. Transparente erklären die verschiedenen Baumaschinen, die im Einsatz sind. Die Stadt plant weitere Baustellen-Sprechstunden. Diese werden sich am jeweiligen Baufortschritt orientieren. Die Baustelle soll zu einem Ort des Dialogs werden.
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