Freiheit, Familie und frische Luft: Das macht Vespas für Liebhaber im Landkreis Neu-Ulm so besonders
Landkreis Neu-Ulm
Freiheit, Familie und frische Luft: Das macht Vespas für Liebhaber so besonders
Ausfahrten mit dem ikonischen italienischen Roller haben Flair, war bei unserer Umfrage in Weißenhorn und Senden zu erfahren. Manche bevorzugen aber Motorräder.
Am Samstag findet in Weißenhorn zum ersten Mal ein großes Vespa-Treffen statt.Foto: Uwe Hirt (Symbolbild)
Am Samstag findet mitten in Weißenhorn erstmalig ein Vespa-Treffen statt. Seit der Nachkriegszeit steht die Vespa – auf Deutsch Wespe – für Freiheit und Unabhängigkeit. Nun hatten die Vespisti, die Weißenhorner Liebhaber des ikonischen Motorrollers aus Italien, und der Betreiber der Eisdiele Gelateria Saviane die Idee zu einem Treffen. Sie rechnen mit Vespa-Fans bis aus der weiteren Umgebung. Eine gemeinsame Rundfahrt durch die benachbarten Dörfer soll mit Musik und italienischem Flair auf dem Hauptplatz ausklingen. In unserer Umfrage in Weißenhorn und Senden wollten wir wissen: Warum sind unter den Zweirädern mit Motor gerade die Vespas so besonders?
Günter Mayer aus Roggenburg.Foto: Regina Langhans
Günter Mayer aus Roggenburg sagt: Auf zwei Rädern unterwegs zu sein bedeutet Freiheit, frische Luft – und das geht besonders stressfrei mit der Vespa. Sie hat mir schon immer imponiert und lässt sich mit einem Motorrad nicht vergleichen. Dieses hat große Reifen und Gewicht, die Vespa ist zierlicher. Vor zehn Jahren habe ich mir dann eine gekauft. Seitdem genieße ich die Ausfahrten in der Clique und das gesellschaftliche Zusammensein, es ist wie eine Familie.
Werner Paulen aus Senden.Foto: Regina Langhans
Werner Paulen aus Senden sagt: Grundsätzlich ist die Fortbewegung auf zwei Rädern toll. Früher hatte ich eine Vespa. Aber ich bin ein Tourenfahrer und brauche das Motorrad, um beispielsweise ans Nordkap zu fahren, und die damit einhergehende Kameradschaft. Ich denke auch, nur so lernt man die Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen und vorausschauend zu fahren. Die Vespa ist eher ein Kultgegenstand wie die Ape auch und eignet sich für den Nahbereich.
Valentino Altavini aus Weißenhorn.Foto: Regina Langhans
Valentino Altavini aus Weißenhorn sagt: Vor allem die alten Zweitakter, wie sie heute nicht mehr gebaut werden, sind Kult, allein schon wie ihr Motor klingt. Es macht Spaß, mit ihnen Touren zu fahren, die Kurven zu nehmen. Je nach Maschine können sie zwischen 45 und 130 Stundenkilometer hinlegen. Ihren Charme haben sie durch ihre Wendigkeit, die zugleich was Gemütliches hat. Man ist schnell mal aufgestiegen. Später liebäugle ich vielleicht noch mit einem Motorrad.
Mario Dell-Anna aus Senden.Foto: Regina Langhans
Mario Dell-Anna aus Senden sagt: Unter den motorisierten Zweirädern ist die Vespa etwas Besonderes. Ich erinnere mich an meine Kindheit, als unser Pfarrer auf der Vespa unterwegs war und seine Soutane durch das Schutzschild nicht schmutzig wurde. Mit der Vespa zu fahren ist Kult, sie ist wendig und ideal in der Stadt, weil man mit ihr überall hinkommt. In Italien war sie lange das Fortbewegungsmittel schlechthin. Meine erste Vespa kaufte ich 1957, nun sind es vier.
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