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Der Streit um die Jagd am Plessenteich ist nicht leicht beizulegen

Kommentar Von Sebastian Mayr
22.09.2023

Plus Die Suche nach einem Kompromiss für die künftige Gänsejagd bietet die Chance, Frieden zu stiften. Dabei lässt eine Zahl zweifeln, ob dieser Ärger nötig war.

33 Jäger, 100 Schüsse, morgendlicher Lärm – und zehn geschossene Tiere. Bei allem Streit und Ärger um die Jagd am Plessenteich stellt sich die Frage: Passen Aufwand und Ergebnis zusammen? Ob und wie an dem See künftig gejagt wird, soll bei einem Runden Tisch geklärt werden. Mit der Gelegebehandlung hat das Landratsamt bereits eine Alternative ins Gespräch gebracht: Eier werden angestochen und können nicht mehr ausgebrütet werden. Offen ist noch eine andere Frage: Wie lässt sich der Streit beilegen?

Leicht wird das nicht, denn der Ärger von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie von Tierschützern und Vogelbeobachterinnen ist groß. Weil sie frühmorgens aus dem Schlaf gerissen wurden und um das Biotop bangen, an dem unter anderem seltene und bedrohte Arten rasten und brüten. Die Jäger wiederum sind erzürnt, weil sie sich zu Unrecht an den Pranger gestellt fühlen und mit der Gänsejagd den von Verkotung und Fraßschäden geplagten Landwirten helfen wollten. Die Rede ist von Beleidigungen und offenen Anfeindungen. Einige Menschen auf beiden Seiten sprechen derzeit vorsorglich nicht miteinander. Sie wollen warten, bis sich die Wogen wieder etwas geglättet haben.

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