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Installation der Ulmer Künstlerin Marianne Hollenstein steht im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.

Ulm

Geistliches zur Schnapszahl

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    Die Installation der Künstlerin Marianne Hollenstein in der Söflinger Pfarrkirche zieht die Blicke nach oben.
    Die Installation der Künstlerin Marianne Hollenstein in der Söflinger Pfarrkirche zieht die Blicke nach oben. Foto: Marianne Hollenstein

    Es ist ein Birnenbrand, der zum Schnapszahl-Jubiläum im Angebot ist. In Söflingen weiß man zu feiern und so begeht die katholische Kirchengemeinde das Jahr 333 nach der Weihe ihrer Barockkirche. Eine spektakuläre Installation sticht dabei heraus.

    Vier bemalte Bahnen ziehen sich hinauf zur Kirchendecke.

    Im Zentrum der Feierlichkeiten steht eine Installation der Ulmer Künstlerin Marianne Hollenstein, die jetzt eröffnet wurde. Sie hat sich vom Patrozinium der Kirche inspirieren lassen, die der Aufnahme Marias in den Himmel gewidmet ist. Vier bemalte Bahnen ziehen sich wie farbige Kondensstreifen der Himmelfahrt hinauf zur Kirchendecke. Dort verschwinden sie in einer Öffnung, die schon immer für Inszenierungen genutzt wurde. Ihre langjährige Tätigkeit als Bühnenbildnerin kommt Hollenstein bei der raumgreifenden Arbeit zugute. Auf die Darstellung Marias als Schutzmantelfrau anspielend nennt sie ihr Kunstwerk „Unter deinem Schutz und Schirm“. Wer darunter steht, kann sich geborgen und zugleich erhoben fühlen. Die transparenten Folien fließen aus der Höhe herab und verändern dabei ihre Farbigkeit. Durch die kunstvolle Beleuchtung von Marcus Denk strahlen die Marienfarben Blau, Rot und Gold. Die abstrakt gestalteten Bahnen bilden einen spannungsreichen Kontrast zur angestammten Barockausstattung des Gotteshauses. Sie nehmen aber auch deren Motive auf und zeigen sich als moderne Form des Vorhangs, der den Hauptaltar umgibt. Mit der Installation, die von der Kirchengemeinde in Auftrag gegeben wurde, wird der Kirchenraum neu erlebbar und eine Brücke über 333 Jahre in die Gegenwart gespannt.

    In den Abendstunden kommt die Beleuchtung besonders zur Geltung.

    Die Installation ist bis 20. Mai täglich außer montags von 13 bis 21 Uhr in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt am Klosterhof in Söflingen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Bei einem Besuch in den Abendstunden kommt die Beleuchtung besonders zur Geltung. Am 13. Mai um 20 Uhr gibt es eine Meditation „Zur blauen Stunde“ bei der Installation. Eine Orgelserenade am 15. Mai um 19.30 Uhr greift Motive aus dem Marienleben auf.

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