Rund ein halbes Jahr nach dem Verschwinden eines 54-Jährigen aus dem baden-württembergischen Lichtenstein gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Mann Opfer einer Straftat wurde. Sein Verbleib sei nach wie vor gänzlich ungeklärt, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen. Die Behörden ermittelten unter Hochdruck in dem Fall. Im Februar sei in Hannover ein mutmaßliches Tatfahrzeug entdeckt worden.
Der Mann war demnach zuletzt am 13. November 2025 an seiner Wohnadresse im Landkreis Reutlingen gesehen worden. Angehörige hätten zwei Tage später Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattet. Während der Vermisstensuche hätten die Ermittler bereits um Hinweise von Zeugen auf einen dunklen Transporter mit Hannoveraner Kennzeichen gebeten, der am Abend des Verschwindens in der Gutenbergstraße im Ortsteil Unterhausen aufgefallen war, unter anderem auf dem Parkplatz eines Discounters. Das Fahrzeug sei mit dem Verschwinden des Mannes in Verbindung gebracht worden.
Polizei geht von Verbrechen aus: Transporter wurde im Februar in Hannover entdeckt
Der Transporter wurde laut Mitteilung im Februar in Hannover entdeckt. In dem Fahrzeug fahnden Kriminaltechniker Spuren des vermissten 54-Jährigen. Diese ließen darauf schließen, dass der Mann Opfer eines Verbrechens geworden ist, hieß es weiter.
Neue Hinweise erhoffen sich die Ermittler nun von weiteren Erkenntnissen zum mutmaßlichen Tatfahrzeug, einem dunkelgrauen Mercedes-Benz Vito mit dem amtlichen Kennzeichen H-KD 2278. Die Polizei hat ein Vergleichsbild des Transporters veröffentlicht. Das Fahrzeug soll sich zwischen 13. November 2025 und 15. November 2025 auch im Bereich von St. Johann (Landkreis Reutlingen) und dem angrenzenden Alb-Donau-Kreis aufgehalten haben.
Zeugen, die ein solches beziehungsweise konkret dieses Fahrzeug im genannten Zeitraum in St. Johann, in der Umgebung oder aber auch im Alb-Donau-Kreis gesehen haben oder im Zusammenhang mit dem Verschwinden des 54-Jährigen verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden weiterhin gebeten, sich unter der Telefonnummer 07121/942-3333 beim Kriminalkommissariat Reutlingen oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (dpa/AZ)
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