Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten

Neu-Ulm: Prägend fürs Dorfleben: Vereinsring Gerlenhofen wird 50

Neu-Ulm

Prägend fürs Dorfleben: Vereinsring Gerlenhofen wird 50

  • |
  • |
  • |
  • |
    Das Bild zeigt ehemalige Vorstandsmitglieder des Vereinsrings Gerlenhofen. Von links: Karl Werner, Rudolf Werner, Franz Geyer, Hans Surpitz, Klaus Rodemann, Helmut Hohbach, Erwin Franz, Gerd Lange, Udo Tietz, Ludwig Leichtle, Richard Bühler und Peter A. Freitag.
    Das Bild zeigt ehemalige Vorstandsmitglieder des Vereinsrings Gerlenhofen. Von links: Karl Werner, Rudolf Werner, Franz Geyer, Hans Surpitz, Klaus Rodemann, Helmut Hohbach, Erwin Franz, Gerd Lange, Udo Tietz, Ludwig Leichtle, Richard Bühler und Peter A. Freitag. Foto: Sammlung Erwin Franz

    Der Vereinsring Gerlenhofen blickt auf ein halbes Jahrhundert zurück, in dem er das Dorfleben mit Aktionen und Projekten maßgeblich geprägt hat.

    Gegründet wurde der Vereinsring am 25. November 1975 auf Einladung des damaligen Bürgermeisters Ludwig Traub, wie das Jubiläums-Papier festhält. Eine Kommission hatte zuvor die Satzung erarbeitet, die eine fünfköpfige Vorstandschaft vorsah. Zum ersten Vorsitzenden wurde Erwin Franz gewählt, der dem Vereinsring über lange Jahre das Gesicht gab.

    Schon vor der eigentlichen Gründung zeigten die Gerlenhofener Vereine ihre Schlagkraft: Besonders herausgestellt wird die Organisation der 1000-Jahr-Feier, die mit der Eingemeindung nach Neu-Ulm am 1. Juli 1972 zusammenfiel. Von Ende Juni bis Anfang Juli 1973 dauerte die Festwoche. Höhepunkt war ein großer Festzug durch den Ort.

    In den Folgejahren entwickelte der Vereinsring gemeinsam mit den örtlichen Vereinen ein breites Programm: Dazu gehörten regelmäßige Altpapier- und Alteisen-Sammlungen sowie die feste Präsenz beim Stadtfest auf dem Neu-Ulmer Rathausplatz. Auch Maibaumfeiern wurden zu einem Dauerbrenner – bis heute. Große Resonanz fanden zudem aufwendig gestaltete Faschingsbälle in der Mehrzweckhalle und Vorträge mit namhaften Referenten.

    Ein weiterer Schwerpunkt waren Ausflüge, die viele Menschen zusammenbrachten: Sonderzugfahrten führten unter anderem nach Salzburg, Kufstein, Regensburg und später nach Rüdesheim. Kurz nach der Wende besuchten Vorstandsmitglieder die Neu-Ulmer Partnerstadt Meiningen in Thüringen.

    Daneben setzte der Vereinsring auch infrastrukturelle Impulse, etwa durch Verbesserungen rund um Halle und Dorfplatz sowie durch das Erstellen und Verteilen von Informationsschriften und später Fotopräsentationen zur Ortsgeschichte.

    Zu den größten Projekten zählt die Ortschronik: Ab Mitte der Achtzigerjahre wurden Ereignisse systematisch gesammelt, bis ein umfangreiches historisches Buch entstand, das im Juli 1997 vorgestellt wurde. Als „schwierigstes und aufwendigstes Vorhaben“ wird zudem der Film „Unser Gerlenhofen“ beschrieben, der im März 2002 uraufgeführt wurde und das erwartete Interesse deutlich übertraf.

    Später wandelten sich die Aufgaben: Altpapiersammlungen wurden wegen sinkender Erlöse und steigender Kosten Ende 2023 eingestellt, Maibaumfeiern und der Veranstaltungskalender blieben tragende Säulen. Neu hinzu kamen Anschaffungen wie ein Defibrillator sowie erneuerte Dorfeingangstafeln. So bleibt der Vereinsring, getragen vom Ehrenamt, auch nach fünf Jahrzehnten ein Motor der Gemeinschaft. (AZ)

    Dieser Inhalt wird uns zur Verfügung gestellt

    Sie haben das Wort! Vereine, Schulen, Kirchen sowie andere Gruppierungen und Einrichtungen aus der Region können ihre Texte und Bilder über unser Portal unter www.azol.de/upload hochladen.
    Unsere Redaktion prüft, was veröffentlicht werden kann - in der Zeitung und Online -, nimmt aber keine redaktionellen Veränderungen vor. Wir freuen uns auf Ihre Neuigkeiten!

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren