Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Ulm
Icon Pfeil nach unten

Neues Projekt an der Ulmer Uniklinik: Innovative Hilfe für Long Covid und ME/CFS

Ulm

Wie die Ulmer Uniklinik bei Long-Covid hilft

  • |
  • |
  • |
  • |
    Offiziell genesen - und doch noch nicht wieder fit. Ein Teil der Long-Covid-Betroffenen erlebt große Erschöpfung.
    Offiziell genesen - und doch noch nicht wieder fit. Ein Teil der Long-Covid-Betroffenen erlebt große Erschöpfung. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

    Die Erkrankung Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) tritt in vielen Fällen nach einer akuten Infektion – etwa einer Grippe oder einer Covid-Erkrankung – auf und kann insbesondere im Kindesalter tiefgreifende Folgen für Gesundheit, Entwicklung und Alltag haben. Im Gespräch mit Vertreterinnen der Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) am UNiklinikum Ulm (UKU) . Nun informierte sich Gesundheitsminister Manfred Lucha vor Ort.

    „Die Berichte von Betroffenen und deren Familien machen auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie groß die Herausforderungen und das Leid durch Long Covid und ME/CFS sind“, sagte Minister Manfred Lucha. „Mit dem Projekt MOVE-ME/CFS BW setzen wir ein starkes Zeichen: Wissenschaft, Forschung und Versorgung greifen hier ineinander, um gemeinsam dringend notwendige innovative Lösungen zu entwickeln.

    Long-Covid - eine Strategie an der Uniklinik Ulm

    Minister Manfred Lucha hat im Rahmen seiner Sommertour die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Ulm besucht. Dabei informierte er sich bei Vertreterinnen des UKU und des Universitätsklinikums Freiburg 
über das landesweite Projekt MOVE-ME/CFS BW.
    Minister Manfred Lucha hat im Rahmen seiner Sommertour die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Ulm besucht. Dabei informierte er sich bei Vertreterinnen des UKU und des Universitätsklinikums Freiburg über das landesweite Projekt MOVE-ME/CFS BW. Foto: UKU

    Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt mit rund zwei Millionen Euro und übernimmt gemeinsam mit seinen Unikliniken Verantwortung – wir wollen die Versorgung von Betroffenen nachhaltig verbessern, ihnen neue Hoffnung geben und bundesweit Impulse für eine engagierte und vernetzte Gesundheitsversorgung setzen.“

    Was ist ME/CFS?

    ME/CFS ist eine komplexe, chronische Multisystemerkrankung, die verschiedene Organsysteme betrifft und häufig zu einer starken körperlichen Einschränkung sowie einer deutlich reduzierten Lebensqualität führt. In den meisten Fällen tritt ME/CFS nach einer akuten Infektion auf – etwa nach einer Grippe oder Corona – und kann auch Kinder und Jugendliche betreffen. Typische Symptome sind chronische Erschöpfung, Schlafstörungen, Schmerzen sowie Konzentrationsprobleme. Viele Betroffene können ihren Alltag kaum noch selbstständig bewältigen. Eine ursächliche Therapie existiert derzeit nicht – die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome.

    Der Besuch des Ministers in Ulm unterstreicht die große gesellschaftliche und gesundheitspolitische Bedeutung von Long COVID und ME/CFS bei jungen Menschen. Das betonte Prof. Dr. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKU. „Mit MOVE-ME/CFS bauen wir gemeinsam verlässliche Strukturen auf, um insbesondere auch jungen Patientinnen und Patienten eine langfristige Perspektive zu geben.“

    „Viele dieser jungen Patientinnen und Patienten kämpfen mit massiven Einschränkungen im Alltag. Neben anhaltender Erschöpfung und körperlichen Symptomen erleben sie häufig auch soziale Isolation und schulische Rückschläge“, betonte sie. „Als Universitätsklinikum sehen wir es als unsere Aufgabe, nicht nur medizinisch zu helfen, sondern auch ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern“, sagte Prof. Dr. Miriam Erlacher, Ärztliche Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm. Beispielsweise könnten lange Fehlzeiten in der Schule lebenslange Folgen haben. Deshalb muss sich die Versorgung nach den spezifischen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen richten. (AZ)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren