Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten

Realschule Pfuhl: Anbau für 20 Millionen Euro kann kommen – „Die Nöte sind groß“

Neu-Ulm

„Die Nöte sind groß“: Erweiterungsbau der Pfuhler Realschule kann kommen

  • |
  • |
  • |
  • |
    So soll der Erweiterungsbau der Pfuhler Realschule aussehen.
    So soll der Erweiterungsbau der Pfuhler Realschule aussehen. Foto: Hirner und Riehl Architekten

    In der Inge-Aicher-Scholl-Realschule im Pfuhler Schulzentrum wird der Platz knapp. 27 Klassenzimmer sind nötig, doch es gibt nur 21. Dazu kommt, dass die Zahl der Fünftklässler im laufenden Schuljahr sogar noch höher ist als prognostiziert. Auch im bestehenden Schulhaus sind Umbauten geplant. „Die Barrierefreiheit steht ganz oben“, sagt Architekt Matthias Marschner. Im Neubau besteht die Möglichkeit, später vier weitere Klassenräume zu ergänzen. Die Details des Projekts.

    Für den Erweiterungsbau kalkuliert der Landkreis Neu-Ulm mit Kosten in Höhe von 20,17 Millionen Euro, davon kommen wohl 6,6 Millionen Euro aus Fördertöpfen und dem Sondervermögen des Bundes. Der Landkreis muss 13,56 Millionen Euro tragen. Die Kosten haben sich seit der Kostenschätzung um zwei Prozent erhöht. „Die Nöte sind groß“, berichtet Landrätin Eva Treu aus der Realschule. Man wolle zügig die Förderanträge einreichen. Der Baubeginn ist für Mai 2027 geplant, die Sanierung im Bestand für das dritte Quartal 2027 und den Herbst 2028. Im Juni 2029 sollen Anbau und Umbau fertig sein. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport stimmte dem Entwurf und den Kosten einstimmig zu, die finale Entscheidung trifft der Kreistag am Freitag, 20. März.

    Landkreis Neu-Ulm will Realschule Pfuhl ausbauen

    Das Architekturbüro Hirner und Riehl aus München plant den Erweiterungsbau. „Es ist ein kompaktes Gebäude“, sagt Architekt Matthias Marschner. Die Außenanlagen entwirft der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Uli Möhrle aus Augsburg. Der Erweiterungsbau soll aus Holz bestehen und zwei Stockwerke fassen. Er soll im Süden an das bestehende Schulhaus anschließen und im Obergeschoss mit ihm verbunden werden.

    Die Fassade des Erweiterungsbaus, der Verbindungsbrücke und der neuen Aufzugseinhausung soll mit veredeltem Alublech verkleidet werden, das als stabil, langlebig und wartungsarm gilt. Mit dem Neubau entsteht ein neuer Pausenhof, der auf der Ostseite vom Aula-Gebäude begrenzt wird und sich nach Westen zu den Feldern hin öffnet. Im Pausenbereich im Freien soll so wenig Boden wie möglich versiegelt werden, die vorhandenen Gehölze sollen nach Möglichkeit eingebunden werden. Neue Bepflanzung soll die Hitze im Sommer eindämmen. „Wir wollen eine Aufenthaltsqualität reinbringen, die bisher nicht da ist“, beschreibt Architekt Marschner.

    Erweiterungsbau kann noch weiter ausgebaut werden

    Durch die Ausrichtung nach Süden versprechen sich die Planer geringere Heizkosten im Winter, die Bauweise selbst soll Ausgaben sparen. Ein Aufstocken hätte länger gedauert und mehr Geld gekostet. Der Anbau passt aus Sicht der Planer in die Struktur des Schulzentrums.

    Neben insgesamt acht Klassenzimmern soll durch die Erweiterung ein zusätzlicher Biologie- sowie Musikraum entstehen. Außerdem fehlen aktuell Flächen zur Differenzierung sowie im Ganztagesbereich und der Arbeitsbereich für Lehrkräfte ist zu klein. An der Südseite des Bestandsgebäudes soll ein Aufzug angebaut werden – außen, um Platz zu sparen.

    Platz in der Inge-Aicher-Scholl-Realschule in Neu-Ulm ist zu knapp

    Ein Teil der neuen Klassenzimmer sowie Musikräume, Toiletten und Räume für die Gebäudetechnik sind im Erdgeschoss des Neubaus vorgesehen, der mit einer Wärmepumpe geheizt werden soll. In einer Halle mit Sitzstufen soll Platz für Pausen und Gruppenarbeiten sein. Ein neuer Biologiesaal entsteht, auch der Vorbereitungsraum für dieses Fach wird in den Neubau verlegt.

    Im Altbau ist ein „Bündel von Maßnahmen im Bestand“ vorgesehen. Neben der Verbesserung der Barrierefreiheit geht es um den Brandschutz. „Punktuell müssen Dinge, die im Argen liegen, verändert werden“, sagt Architekt Marschner. Teilweise werden die Klassenzimmer neu strukturiert, die Verwaltung wird neu verortet. Der bestehende Musiksaal wird zur Erweiterung des Speiseraums, er soll künftig auch als Aufenthaltsfläche genutzt werden. Der bisherige Instrumentenraum wird zur lernmittelfreien Bibliothek – hier werden die Schulbücher für den Unterricht aufbewahrt. Aus der bisherigen Schülerbibliothek werden ein Archiv, ein Raum für die Schulpsychologie sowie ein Raum für die Schülermitverantwortung (SMV). Die Flure im Bestandsgebäude sind breit. Um sie besser zu nutzen, sollen hier Lerninseln angelegt werden.

    Architekturbüro Hirner und Riehl plant Erweiterung

    Im Obergeschoss des Erweiterungsbaus sind die übrigen zusätzlichen Klassenzimmer vorgesehen, eingeplant sind außerdem der Kunstraum, eine Lehrerbibliothek, Platz für den mobilen Sonderpädagogischen Dienst, WCs, Technikräume und Differenzierungsräume. Sie bieten Platz, um im Unterricht auf die verschiedenen Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Eine Brücke auf dieser Etage soll das alte und das neue Schulhaus verbinden. Das Bestandsgebäude hat zwei Obergeschosse, im zweiten Stock soll die Sanitäranlage aus den 70er-Jahren erneuert werden. Auf dem Flachdach des niedrigeren Neubaus ist eine PV-Anlage geplant.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren