Die bevorstehenden Pfingstferien nutzen traditionell viele Menschen für einen ersten Urlaubstrip bei sommerlichen Temperaturen. Angesichts der hohen Spritpreise und vergleichsweise kurzen Auszeit von zwei Wochen scheint sich bei den Menschen derzeit anscheinend wenig Fernweh einzustellen, wie in unserer Umfrage in Senden und Illertissen zu erfahren war. Viele sehen darin nicht nur Nachteile und wollen auch gerne zu Hause entspannen. Oder das Auto stehen lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln Ausflüge unternehmen. Deutschlandticket oder die Radmitnahme in der Bahn erscheinen da attraktiv.
Veronika Steiner aus Herbrechtingen sagt: Nein, von den hohen Spritpreisen lassen wir uns die Pfingstferien nicht vermiesen. Da sich das Wegfahren für eine Woche womöglich mit Maut und Stau tatsächlich nicht lohnt, planen wir um und werden zu Hause urlauben. Dafür freuen wir uns auf den Sommer an der Ostsee mit zwei entspannten risikofreien Wochen. Durch die versetzte Ferienordnung ist um die Zeit dort schon wieder Schule und vermutlich weniger Touristenauflauf.
Deutschlandticket und Rad als Alternativen
Brigitte Leykauf aus Senden sagt: Als Rentnerin kommen mir die hohen Spritpreise bei meiner Freizeitplanung nicht in die Quere. Gegebenenfalls nutze ich das Auto nur, wenn sich mir keine andere Möglichkeit auftut. Ich wohne zentral und kann vieles zu Fuß erledigen. Dann habe ich ein Deutschlandticket und ein Fahrrad. Mit diesem kann ich auch per Bahn zu entfernteren Ausflugszielen gelangen. Klar, Benzin ist teuer, für mich gibt es glücklicherweise Alternativen.
Fabian Birk aus Jedesheim sagt: Die Pfingstferien vermiesen lasse ich mir durch die Spritpreise nicht. Geplant sind kleinere Ausflüge in die Region. Dafür lieber im Sommer entspannt und länger etwa nach Italien, damit sich das für die Fahrt ausgegebene Geld auch lohnt. Ich versuche, mich auf die Situation einzustellen, das Auto bewusster und flexibler einzusetzen, verzichten geht nicht, schon wegen der nötigen Fahrten mit Anhänger. Das E-Auto ist keine Option.
Reisen nach Ungarn werden teurer
Thomas Jupe aus Vöhringen sagt: Die höheren Benzinkosten machen mir tatsächlich einen Strich durch die Rechnung, indem ich öfter im Jahr nach Ungarn fahre. Folglich werde ich die Reisen reduzieren und vielleicht länger bleiben. In Ungarn ist der Spritpreis noch gedeckelt, sodass der Liter Diesel momentan 1,70 Euro kostet. E-Autos sind für mich als Langstreckenfahrer keine Option. Eigentlich setze ich auf Wasserstoff und hoffe, die Pläne werden hervorgeholt.
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