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Leichtathletik

18.02.2018

Alina Reh ist noch nicht fit genug

Alina Reh vom SSV Ulm (hier bei der WM im vergangenen Jahr). Vor einigen Wochen verletzte sie sich schwer, deshalb war unklar, ob sie am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund starten würde.
Bild: Bernd Thissen/dpa

Alina Reh vom SSV Ulm verpasst bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund angeschlagen eine Medaille. Die einzige Hoffnung der Ulmer war sie aber nicht

Dass es für das Laichinger Lauftalent Alina Reh vom SSV Ulm schwer werden würde, bei der Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in Dortmund etwas zu reißen, war der 20-Jährigen schon vorher klar. „Mir fehlt einfach noch die Schnelligkeit. Trotzdem ist es wichtig für mich, einen Wettkampf zu bestreiten“, sagte sie vor dem Wettkampf am Wochenende. Vor einigen Wochen hatte sich Reh am Sprunggelenk verletzt, deshalb war unklar, ob sie überhaupt beim gestrigen 3000-Meter-Finale der Frauen starten würde. Am Ende reichte es allerdings nicht für eine Medaille. Mit einer Zeit von 9:02,42 Minuten wurde die Läuferin aber immerhin Vierte im zehnköpfigen Starterfeld. Obwohl es nicht ganz zur Medaille reichte, war Trainer Jürgen Austin-Kerl zufrieden mit dem Auftritt seines Schützlings: „Alina fehlen einfach drei, vier Wochen Tempohärte. Darum war das Rennen richtig gut. Sie kann stolz darauf sein, sich dieser starken Konkurrenz gestellt zu haben.“

Um vorne mitlaufen zu können, hätte sie aber ohnehin eine Fabelleistung abliefern müssen. Die brachte dafür Konstanze Klosterhalfen von Bayer 04 Leverkusen. An ihrem 21. Geburtstag knackte sie den über 30 Jahre alten deutschen Hallenrekord um fast sechs Sekunden. Mit einer extrem starken Zeit von 8:36,01 Minuten kam sie vor Gesa Felicitas Krause (Trier) und Caterina Granz (LG Nord Berlin) ins Ziel. „Es ist der schönste Geburtstag, den ich mir je machen konnte“, sagte Klosterhalfen im Ziel.

Keine Medaillen für SSV Ulm bei Deutscher Meisterschaft in Dortmund

Alina Reh war aber nicht die einzige Hoffnungsträgerin des SSV Ulm. Bei den Stabhochspringerinnen ging Stefanie Dauber an den Start, die Süddeutsche Hallenmeisterin. Zwei Ziele hatte die 30-Jährige vor der Fahrt nach Dortmund formuliert. Erstens: ein Platz unter den Top Sechs und zweitens, ihre persönliche Bestleistung von 4,30 Metern zu überbieten. Beides hat funktioniert, Letzteres sogar denkbar knapp. Mit 4,31 Metern holte sie sich Rang vier und verpasste den dritten Platz um zehn Zentimeter. Dort stand am Ende Friedeline Petershofen vom SC Potsdam hinter Lisa Ryzih von ABC Ludwigshafen. Siegerin des Wettkampfes war Katharina Bauer von Bayer 04 Leverkusen.

Wie Alina Reh war auch Kugelstoßer Silas Ristl mit einem Handicap in den Wettkampf gestartet. Der 22-Jährige hatte mit einer kleinen Blessur an der Schulter zu kämpfen. Der Athlet, der auf Platz sieben der Meldeliste ins Finale der Kugelstoßer gestartet war, wurde letztlich Zehnter mit einer Weite von 17,39 Metern.

Etwas besser lief es dafür für den Mehrkämpfer Manuel Eitel, der als Außenseiter in den Wettkampf der 60-Meter-Hürden gestartet war, als Neunter im Vorlauf die Qualifikation für das Finale aber nur hauchdünn verpasste. Mit einer Zeit von 8,21 Sekunden lief der 21-Jährige eine persönliche Bestleistung und die gleiche Zeit, die auch Tobias Vogt von Olympia Dortmund erzielte, der sich das achte und somit letzte Ticket für das Finale sicherte. Am Ende musste das Foto-Finish entscheiden, wer in den letzten Lauf einziehen durfte. Der Dortmunder Vogt war aber eine Tausendstelsekunde schneller. (gioe, chu)

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