Bezirksliga

15.12.2016

Aufgeben gibt’s nicht

Manchmal schien der Sendener Trainer Andreas Krassmann schier gar zu verzweifeln, wenn seine Mannschaft wieder nicht zum Erfolg kam. Aber er glaubt, dass es noch eine Chance gibt, dem drohenden Abstieg zu entgehen.
Bild: Horst Hörger

Der FV Senden ist höchst abstiegsbedroht, glaubt aber an eine Chance. Verstärkungen in der Winterpause stehen nicht zur Debatte, Trainer Andreas Krassmann setzt auf Anderes.

Von Stefan Kümmritz

Wenn einem Fußballverein aus dem Bezirk die Winterpause richtig gut tut, dann ist das bestimmt der FV Senden. Vom Fastaufsteiger der Vorsaison zum sieglosen Schlusslicht der Bezirksliga – das ist schon krass. Platz 16, kein Sieg, vier Unentschieden, zwölf Niederlagen, 20:46 Tore – die Bilanz liest sich schlecht und deutet auf den Abstieg hin. Dies umso mehr, als der FC Burlafingen, der zumindest den Relegationsplatz einnimmt, bereits 13 Punkte mehr auf dem Konto hat.

Aber der FV Senden will nicht aufgeben. Während Vereinschef André Lutz aus privaten Gründen gerade wenig Zeit und Lust auf Fußball hat und erst nach Weihnachten nach Lösungsmöglichkeiten für das Problem suchen will („Irgendetwas werden wir versuchen, es ist noch nicht aller Tage Abend“), blickt Trainer Andreas Krassmann schon konkreter, vor allem mit einer Portion Optimismus voraus: „Ich glaube, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen können, sonst würde ich den Job nicht machen. Wir werden unsere Chance bekommen und sie dann nutzen.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Andreas Krassmann hatte die Mannschaft Mitte Oktober vom glücklosen Marcus Schenk übernommen. Damals war der FV Senden mit zwei Punkten Tabellenvorletzter. Rein statistisch hat sich also seitdem nichts verbessert. Die Mannschaft war verunsichert, Krassmann wollte auf den Spaßfaktor setzen, aber wenn Erfolge ausbleiben, ist das so eine Sache mit dem Spaß. Da der vorherige Letzte, TSV Holzheim, zugelegt hat, trägt nun eben der FV Senden die Rote Laterne durch die Winterpause.

„Jetzt müssen die Spieler erst einmal den Kopf frei bekommen“, sagt Andreas Krassmann. „Die Runde war bisher für alle schwer. Wir müssen die Situation jetzt von einer anderen Seite sehen und annehmen. Dazu müssen wir analysieren, was schlecht gelaufen ist. Dann wollen wir versuchen, ein kleines Wunder zu bewirken.“ Der Trainer setzt unter anderem darauf, dass nach der Pause wichtige Spieler, die verletzt waren oder noch sind, wie Timo Laible, Julian Haug, Francesco Gencarelli oder Filippo Moscatello wieder mit von der Partie sind, wenn für sein Team die Saison am 5. März 2017 mit dem Heimspiel gegen den SC Staig fortgesetzt wird.

Am Ende der vergangenen Saison scheiterte der FVS in der Aufstiegsrelegation zur Landesliga, jetzt droht vehement der Abstieg in die Kreisliga A. Viele Vereine versuchen, sich angesichts einer solchen Lage in der Winterpause personell zu verstärken. Nicht so der FV Senden. „Wir wollen mit dem vorhandenen Kader weitermachen“, sagt Krassmann. „Es ist kein Spieler abgesprungen. Wenn die Verletzten wieder fit sind, reicht es. Wir werden mit den Spielern reden, ihnen die Angst nehmen. Der Knoten muss einfach mal platzen, mit Glück oder auch einem dreckigen Sieg. Es kann auch anders laufen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren