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Regionalliga Südwest

07.11.2019

Bachthaler will den SSV Ulm 1846 Fußball rennen sehen

Holger Bachthaler, Trainer des Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball, fordert am Samstag gegen Aufsteiger SC Bahlingen mehr Laufbereitschaft als zuletzt von seinen Spielern. Der Spatzen-Coach will außerdem spielerische Leichtigkeit und mehr Effizienz in der Offensive sehen.

Ulms Trainer ist unzufrieden mit dem Einsatz seiner Spatzen – offensiv und defensiv. Am Samstag gegen den Aufsteiger Bahlinger SC soll das besser werden.

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben, heißt es. Mindestens. Im Fall des SSV Ulm 1846 Fußball und des Bahlinger SC ist dieser schlaue Satz sogar eine Untertreibung. Vierzehn Mal trafen die Spatzen in der Vergangenheit auf die Südbaden aus Bahlingen am Kaiserstuhl. Neun Mal jubelten die Ulmer, eine Begegnung endete unentschieden. Zuletzt standen sich die zwei Teams im Jahr 2015 am 33. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg gegenüber. Im Donaustadion ebnete sich Bahlingen damals den Weg zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Das Ergebnis an diesem vorletzten Spieltag der Saison: 2:0 gewann Bahlingen. Ulm beendete die Spielzeit eine Woche später auf Platz fünf, Bahlingen musste noch zwei Mal in der Relegation ran. Am Ende stiegen die Südbaden erstmals in die Regionalliga Südwest auf. Allerdings ein kurzes Intermezzo. Nach einer Saison trat Bahlingen den Weg in die niedere Spielklasse an, Ulm hingegen stieg auf. Am Samstag (14 Uhr) treffen die Mannschaften nun erstmals wieder im Donaustadion aufeinander. Diesmal in der vierthöchsten Liga, der Regionalliga Südwest, denn in der vergangen Saison gelang den Bahlingern der Aufstieg gar ohne den Umweg über die Relegation. Punktgleich mit dem SSV ist der BSC aktuell auf Rang elf in der Tabelle zu finden. Nicht nur deshalb keine Laufkundschaft, weiß Ulms Trainer Holger Bachthaler: „Bahlingen bringt eine hohe fußballerische Qualität auf den Platz.“

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Er erwartet eine spielstarke Gästemannschaft mit offensiv ausgerichteten Außenverteidigern. „Wir wollen deshalb konsequent verteidigen. Das muss besser werden als zuletzt“, sagt er. Besonders die individuellen Fehler müssten weniger und die Zweikämpfe im Mittelfeld konsequenter geführt werden, moniert Bachthaler. Auch der Einsatz habe in den vergangenen Spielen zu wünschen übrig gelassen: „Unsere besten Spiele haben wir immer gemacht, wenn wir hohe Laufbereitschaft gezeigt haben – das zeigen unsere Daten deutlich. Wir brauchen wieder mehr Laufbereitschaft.“

Nach drei Siegen in Folge verlor Ulm zuletzt gegen Freiburg (1:3) und erkämpfte sich jüngst erst in der Schlussphase einen Punkt in Aalen (2:2). Schon nach 75 Sekunden waren die Spatzen dort in Rückstand geraten. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber das war schwierig. Das hat man dem Team angemerkt“, sagt der Trainer. Die Laufwege in die Tiefe hätten in der Folge gefehlt. Die Mannschaft habe es verpasst, Räume zu schaffen. Für die Aufholjagd im Derby findet Bachthaler aber auch lobende Worte: „Bei aller Kritik, wir haben das Spiel dominiert, hatten mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile.“ Gerade in der Offensive habe jedoch die letzte Konsequenz gefehlt. Erst in den letzten zehn Minuten egalisierten Jann und Morina mit ihren Treffern den 0:2-Rückstand.

Felix Higl könnte für Ulm gegen seinen Ex-Verein stürmen

Einen solchen Rückstand gilt es am Samstag gegen Bahlingen nach Möglichkeit zu vermeiden. Fehlen werden gegen den Aufsteiger allerdings Steffen Kienle (Muskerfaserriss), Vitalij Lux, der für die kirgisische Nationalelf auflaufen wird, Aron Viventi (muskuläre Probleme) und der gelbgesperrte Lennart Stoll. Für ihn wird wohl Angelo Rinaldi auf der rechten Seite verteidigen. „Wir sind nicht in der Phase, in der wir einfach sagen, wir gewinnen das Spiel“, sagt Bachthaler. Seine Mannschaft müsse deshalb besser ins Spiel finden als zuletzt, die Stärken wieder auf den Platz bekommen. „Wir müssen hart arbeiten, brauchen aber auch die spielerische Leichtigkeit und die Durchschlagskraft vorne im Sturm.“

Für Letztere könnte ausgerechnet ein ehemaliger Spieler des Bahlinger SC sorgen: Felix Higl. Der 22-Jährige war im Winter aus Südbaden nach Ulm gewechselt. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Jahr 2015 kickte der Stürmer noch für die A-Junioren des SC Freiburg. Ob Higl am Samstag aufläuft und vielleicht sogar Saisontreffer Nummer fünf erzielt, wird sich zeigen. Aber man sieht sich bekanntlich immer zwei Mal im Leben. Mindestens.

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