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Fußball

12.05.2020

Baden-Württembergische Fußballverbände möchten die Saison 2019/2020 beenden

Die drei Verbände in Baden-Württemberg würden die laufende Saison wegen Corona gerne beenden.
Bild: Picture alliance/dpa

Die drei Verbände in Baden-Württemberg würden die laufende Saison wegen Corona gerne beenden - das würde auch den Bezirk Donau/Iller betreffen. Final ist das aber noch nicht.

Die drei Fußballverbände des Landes Baden-Württemberg, der Badische Fußballverband, der Südbadische Fußballverband und der Württembergische Fußballverband WFV, möchten die laufende Saison 2019/2020 beenden. Das haben sie am Dienstagmittag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Als Grund nannten sie, dass es "nicht abschätzbar" sei, wann Mannschaftssportarten und damit auch der Fußball wieder stattfinden könnten. Die derzeit geltenden Corona-Lockerungen betreffen nur den kontaktlosen Individualsport - beispielsweise das Klettern. Im WFV sind die Vereine und der Spielbetrieb im Fußballbezirk Donau/Iller organisiert.

Dass es auch so kommen wird, ist allerdings noch unsicher. Ein Beirat wird sich am 15. Mai mit dem Thema befassen und dann soll der Verbandsvorstand bis 20. Mai entscheiden, ob er dem Antrag des Präsidiums folgen und eine vorläufige Ordnungsänderung beschließen wird. Die finale Entscheidung soll auf einem außerordentlichen Verbandstag fallen. Auch die Vereine werden informiert und können ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Einen genauen Termin für den Verbandstag gibt es aber noch nicht. Es könnte noch eine Weile dauern, WFV-Präsident Matthias Schöck spricht von einem Zeitraum "zwischen dem 6. und 27. Juni".

In Baden-Württemberg wird ein Ende der Fußballsaison wahrscheinlicher

Die Saison zu beenden ist nicht die einzige Option. Ähnlich wie in Bayern könnte die Saison am 1. September fortgesetzt werden. Auch das könnte das Ergebnis des außerordentlichen Verbandstages werden. Der Saisonabbruch ist den Verantwortlichen in den Verbänden allerdings lieber. Unter anderem auch, weil es immer noch nicht klar ist, ob ein Spielbetrieb ab dem 1. September möglich sein wird.

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In einer Videokonferenz am Dienstagnachmittag haben die drei Verbandspräsidenten Matthias Schöck (WFV), Ronny Zimmermann (Baden) und Thomas Schmidt (Südbaden) weitere Details geklärt. Demnach haben die drei Verbandsvertreter bereits Anfang April begonnen, über verschiedene Szenarien nachzudenken. Der Abbruch sei die Maßnahme, die am meisten Rechtssicherheit für die Verbände biete, wenn auch nicht zu 100 Prozent. Besonders bei einer Annullierung der laufenden Saison wären wohl einige Klagen auf die Verbände zugekommen. Die Saison zum 30. Juni zu beenden habe zudem den Vorteil, hieß es auf der Konferenz, dass die nächste Saison regulär zum 1. Juli beginnen würde und sich somit nichts an den Wechselfristen ändern würde. Wie genau die Saison 2020/21 dann ablaufen würde, müsse aber noch erarbeitet werden.

Setzt sich die Beschlussvorlage durch, soll es nur einen festen Aufsteiger geben (oder zwei, wenn das in den Ligen so festgelegt wurde), allerdings keine Absteiger. Auch Relegationsspiele soll es nicht geben. Über Platz eins entscheidet die Quotientenregelung. Dieser Quotient ist der Punktewert pro Spiel (gesammelte Punkte geteilt durch die Zahl der Spiele). Es gelten die Punkte und Zahl der Spiele zum jetzigen Zeitpunkt.

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