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Basketball

13.12.2020

Bei Ulms Sieg gegen Hamburg: Verwirrung um Einsatz von Thomas Klepeisz

Bis Sonntag fehlte Thomas Klepeisz (Mitte) den Ulmer Basketballern. Gegen Hamburg stand er aber wieder auf dem Feld.
Bild: Horst Hörger (Archiv)

Ratiopharm Ulm gewinnt auch gegen die Hamburg Towers, muss dafür aber einiges investieren. Um den Einsatz von Thomas Klepeisz gibt es Verwirrung.

Die Personallage bei Ratiopharm Ulm bessert sich zusehends. Nachdem Christoph Philipps am vergangenen Wochenende gegen Vechta erstmals nach seiner Verletzung wieder auf dem Parkett gestanden hatte, kam am Sonntag Thomas Klepeisz gegen die Hamburg Towers zurück aus dem Krankenstand. Kurz vor Ende des zweiten Viertels wurde er eingewechselt. Und das hatte einiges an Konfusion zur Folge. Denn zu dem Zeitpunkt hatte Ulm schon sechs Ausländer eingesetzt. Der Österreicher Klepeisz wäre Nummer sieben gewesen – und damit einer zu viel. Laut dem Regelbuch der Bundesliga dürfen pro Partie nur sechs Nicht-Deutsche auflaufen. Die Partie hätte also eigentlich gegen Ulm gewertet werden müssen. Eigentlich. Klepeisz hat mittlerweile nämlich einen deutschen Pass – was der Verein für sich behalten hat, in der Halbzeitpause aber unserer Redaktion bestätigte. Es hatte also alles seine Richtigkeit, was sich beim Ulmer 73:69-Sieg in Hamburg zutrug.

Von ihren bisherigen fünf Saisonspielen vor dem Duell mit Ulm hatten die Hamburg Towers alle gewonnen und ein bisschen merkwürdig las sich das beim Blick auf die Tabelle schon. Schließlich war das Team erst vor der vergangenen Saison aufgestiegen und zählt eigentlich nicht zum Favoritenkreis der Liga. Nun ist die Saison noch jung und die Tabelle wenig aussagekräftig, dass die Towers zu Unrecht derzeit oben stehen, würde aber wohl auch niemand behaupten. Die Partie am Sonntagnachmittag war ein Beleg dafür. Hamburg startete stark ins Spiel und führte bereits nach zweieinhalb Minuten mit 13:2. Ein Grund dafür war die starke Ausbeute bei den Dreierwürfen und, dass sich Ulm noch schwertat im Angriff und der Verteidigung.

Basketball-Bundesliga: Thomas Klepeisz hat einen deutschen Pass

Beides klappte im Verlauf des ersten Durchgangs aber zusehends besser und die Gäste verkürzten ihren Rückstand auf 20:25 zur ersten Viertelpause. Trotzdem sollte es noch etwas dauern, bis die Ulmer von Trainer Jaka Lakovic richtig in der Partie angekommen waren – bis zur Schlussphase des zweiten Viertels, um genau zu sein. Dank eines 10:0-Laufs kamen sie auf 38:40 ran. Die bewährte Maschinerie Ratiopharm Ulms kam ins Rollen, mit Dylan Osetkowski (Topscorer mit 17 Punkten und sieben Rebounds) als Anführer, und so begann eine zweite Halbzeit, in der es hin- und herging.

In der schaffte es Ulm zwar immer besser, Hamburgs gefährliche Werfer wie Jordan Swing oder Terry Allen zu verteidigen, es haperte aber immer noch bei den Würfen. Deshalb schaffte es Lakovic’ Team auch nicht, sich mal richtig abzusetzen von den Gastgebern, obwohl es die Möglichkeiten dazu durchaus gegeben hätte. Selbst als es rund sechs Minuten vor dem Ende seine höchste Führung der Partie (66:57) herausgespielt hatte, konnte es die Führung nicht in der Art verwalten, die den Nachmittag etwas entspannter gestaltet hätte. Erst als Ulm 16 Sekunden vor Schluss mit fünf Punkten in Front lag, war klar, dass sich wohl nicht mehr allzu viel verändern würde an dem Ausgang der Partie.

Ulm profitierte bei dem Erfolg davon, dass die Abwehr in der zweiten Hälfte deutlich an Intensität dazugewonnen hatte. Die Schwächen in der Offensive konnte aber auch die gute Defensivarbeit nicht kaschieren – Jaka Lakovic zog daraus jedoch etwas Positives. „Selbst mit schlechten Wurfquoten aus dem Feld haben wir gewonnen. Das macht große Teams aus“, sagte er bei Magenta Sport. Entscheidend am fünften Ulmer Bundesligasieg im fünften Spiel war auch für den Trainer die Leistung in der Defensive, insbesondere in der zweiten Hälfte. In der Kabine habe er während der Halbzeitpause seinem Team gesagt, den eigenen Korb besser zu verteidigen. Sein Wunsch wurde von den Spielern erhört.

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