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Handball

05.04.2019

Blausteiner Handballer können gegen Söflingen die Relegation sichern

Philipp Eberhardt von der TSG Söflingen (Mitte) musste im Hinspiel des Derbys gegen den TSV Blaustein verletzt von zwei seiner Gegenspieler gestützt werden.
Bild: rfu

Der TSV Blaustein kann im Derby gegen die TSG Söflingen die Aufstiegsrelegation erreichen. Unter Umständen würde ein langer Weg folgen.

Das Bild des letzten Derbys zwischen den Oberliga-Handballern aus Söflingen und Blaustein war kein schönes, dafür aber eines des Fairplays. Der schwer verletzte Söflinger Philipp Eberhardt musste gestützt von seinen Blausteiner Gegenspielern Jan-Marco Behr und Samuel Beha vom Feld gebracht werden. Für Eberhardt war die Saison damit beendet. Kreuzbandriss lautete die Diagnose. Neben dem Aus in der laufenden Runde bedeutete die Verletzung wohl auch das Ende seiner Karriere. Der 32-Jährige wird seiner Mannschaft allerdings in der kommenden Saison als Co-Trainer assistieren. Das Spiel verlor Söflingen knapp mit 29:31.

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An diesem Samstag (20 Uhr) steht das Rückspiel im Derby an. Gastgeber ist der TSV Blaustein, der mit einem Sieg einen Platz in der Aufstiegsrelegation um die 3. Liga sichern kann. Dann würde unter Umständen ein langer Weg auf den TSV warten. Elf Oberligen gibt es in Deutschland. Aus diesen Klassen steigen insgesamt zehn Mannschaften in die entsprechende Staffel der 3. Liga auf (Süd, West, Nord, Ost). Weil somit nicht alle Oberliga-Meister aufsteigen können, lässt der Deutsche Handballbund eine Relegation spielen. Von der baden-württembergischen Oberliga schafft neben dem Meister auch der Zweitplatzierte den Sprung in die Relegation, um das Zwölferfeld zu komplettieren. Sechs Aufsteiger gibt es dadurch nach einem Hin- und Rückspiel. Der Meister der hiesigen Oberliga trifft auf den bayerischen Ersten, der Zweite auf den Primus aus dem Nordrhein-Gebiet. Relegationsspiel eins findet am 11. oder 12. Mai statt, das Rückspiel eine Woche später.

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Handball-Derby: TSV Blaustein trifft auf die TSG Söflingen

Doch selbst wenn eine Mannschaft ihre Relegationspartien vergeigt, besteht noch die Chance zum Aufstieg. Unterteilt in zwei Gruppen mit je drei Teams treten die sechs Verlierer gegeneinander an, um die letzten vier Aufsteiger auszuspielen. Anfang Juni wäre das letzte Gruppenspiel. Zwei Mannschaften bleiben letztlich übrig, die die Plätze elf und zwölf ausspielen – für den Fall, dass eine Mannschaft auf ihren Startplatz verzichtet.

In dieser Woche hat der württembergische Verband (HVW) außerdem bekannt gegeben, seine Spielklassenstruktur zu überarbeiten. Größte Änderung ist, dass die bislang höchste Liga des HVW, die zweigleisige Württembergliga, ab der Saison 2020/2021 nur noch aus einer Staffel mit 14 Teams bestehen und es darunter zwei neue Verbandsligen (mit je 14 Mannschaften) geben wird, gefolgt von vier Landesliga-Staffeln. Wie groß diese sein werden, steht noch nicht fest. Die kommende Saison dient der Qualifikation. Laut Verband sind der Schiedsrichtermangel und die lange Dauer der Relegation die Gründe für die Änderungen. Diese gelten sowohl für die Männer als auch für die Frauen. Aus der Region würden sie bei den Männern nach aktuellem Stand die HSG Langenau/Elchingen (Württembergliga), den SC Vöhringen und die TSG Söflingen II (Landesliga) betreffen und bei den Frauen die SG Burlafingen/Ulm, den SC Lehr (beide Württembergliga) sowie die HSG Langenau/Elchingen, die am Ende dieser Saison in die Landesliga aufsteigen wird. (gioe)

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