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Basketball Weißenhorn

27.04.2013

Das Sprungbrett in die Bundesliga

Wenn Tim Lewis (ganz links) etwas sagt, dann hören alle zu. Der britische Trainer der Weißenhorner Basketballer hat den Spagat zwischen eigenem Ehrgeiz und der Realisierung der Kooperations-Maxime geschafft.
Bild: Horst Hörger

Die erste Saison unter Ulmer Verantwortung war ein voller Erfolg

Weißenhorn Letztlich wäre sogar noch mehr möglich gewesen als das Halbfinale um die Meisterschaft in der Pro B. Aber obwohl die Weißenhorner Youngstars am Mittwoch nach einer zwischenzeitlichen 17-Punkte-Führung durch eine 76:79-Heimniederlage gegen Leverkusen die Endspielserie knapp verpasst haben, zieht das Management ein rundum positives Fazit der ersten Saison, in der die Basketballer aus der Fuggerstadt unter der vollen Verantwortung des Bundesligisten Ulm standen. „Die Mannschaft hat einen ganz tollen Charakter bewiesen“, lobt Sportchef Artur Kolodziejski und erinnert an die vielen Rückschläge in dieser Spielzeit: Das Karriereende von Andreas Wenzl, die schwere Verletzung von Femi Oladipo, der kein einziges Saisonspiel bestritten hat, und schließlich die Beförderung des jungen Briten Myles Hesson zum Bundesligaspieler.

Die positive Bilanz wird zu einem guten Teil der Fachkenntnis und Souveränität von Tim Lewis zugeschrieben. „Wenn er etwas sagt, dann hören alle zu“, beschreibt Kolodziejski die natürliche Autorität des britischen Trainers. Irgendwie hat Lewis den Spagat geschafft zwischen eigenem Ehrgeiz und der Umsetzung der Kooperations-Maxime, die da nach Kolodziejski lautet: Entwicklung vor Erfolg. Die jungen Spieler sind besser geworden, und die Mannschaft hat trotzdem 14 Spiele in der Hauptrunde und dann noch einmal fünf in den Play-offs gewonnen. Die Dreifachhalle war in aller Regel deutlich besser besucht als noch in der Vorsaison, und die Ulmer können sich rühmen, dass sie als einer von ganz wenigen Bundesligisten ein Farmteam mit einer eigenen Fanbasis haben.

Die Mannschaft soll noch jünger werden

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Nur personell wurde es bisweilen ein wenig eng, was natürlich auch an den Ausfällen während der Saison lag. „Wir müssen uns breiter aufstellen“, fordert deswegen Kolodziejski. Daneben soll die Mannschaft noch jünger werden, was ohnehin unvermeidlich ist, da Chris Grosse aus beruflichen Gründen künftig kaum noch zur Verfügung stehen wird. Dagegen hat Center Maksym Shtein als zweiter Routinier noch einen Vertrag für die kommende Saison, der junge Nördlinger Joschka Ferner ist für die Pro B schon fest eingeplant, und auch das erst 15-jährige Berliner Supertalent Marvin Omuvwie wird wohl ein paar Minuten in der Weißenhorner Mannschaft kriegen.

Ansonsten sind aber gute deutsche Spieler selten und schwer zu bekommen. Artur Kolodziejski wird deswegen wohl für die kommende Saison mindestens einen Ausländer verpflichten müssen, obwohl er das eigentlich gar nicht will. Bei den Verhandlungen mit Spielern und ihren Agenten wird sich der Sportchef vermutlich ziemlich leichttun. Der Aufstieg in die Pro A ist zwar für die Youngstars auch in der nächsten Spielzeit keine echte Option. Kolodziejski kann aber immerhin darauf verweisen, dass für Myles Hesson in dieser Saison Weißenhorn das Sprungbrett in die Bundesliga war.

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