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Bezirksliga-Topspiel

06.11.2017

Das Tor steht weit offen

Burlafingens Interimscoach Thorsten Mäuerle (rechts) musste als Torwart ganze acht Mal gegen den TSV Neu-Ulm hinter sich greifen. Personalsorgen des FCB veranlassten ihn dazu, zwischen den Pfosten zu stehen.
Bild: Ilse Riedel

Burlafingen geht gegen den TSV Neu-Ulm komplett unter. Personalsorgen veranlassen Interimscoach Thorsten Mäuerle zu einem besonderen Schritt

Der TSV Neu-Ulm behauptete gestern durch einen 8:0-Kantersieg beim FC Burlafingen die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga. Die erschreckend indisponierten Hausherren waren mit der Klatsche sogar noch gut bedient.

„Dass ich das noch erleben darf“, freute sich Burlafingens Interimscoach Thorsten Mäuerle noch vor dem Spiel. Die Personalmisere seiner Truppe hatte dafür gesorgt, dass er gegen seinen ehemaligen Verein zwischen den Pfosten stand. 90 Minuten später hätte er aber auf diese Erfahrung sicher liebend gerne verzichtet. Sein FCB passte sich vom Anpfiff weg dem herbstlich tristen Wetter an und zeigte eine völlig indiskutable Leistung. Die Gastgeber wirkten nicht nur in der Defensive schmerzlich unorganisiert, sondern leisteten sich zudem auch haarsträubende Fehler im Spielaufbau. Neu-Ulm musste eigentlich gar nicht viel tun, sondern nutzte die gemachten Gastgeschenke im Stile einer Spitzenmannschaft. Anil Dikmen nach einem simplen Doppelpass mit Benjamin Huber (4.) und Burak Tastan mit einem Schuss aus 16 Metern (7.) entschieden gegen die weit aufgerückte FCB-Hintermannschaft die Partie früh.

Burlafingen zog aus den beiden Gegentreffer keine Lehren und rückte auch weiterhin zu weit aus der eigenen Hälfte. Neu-Ulm konnte so seine klaren Schnelligkeitsvorteile auch weiterhin voll ausspielen und kam durch Onur Mutlu (24.) und Benjamin Huber (29., 45.) zu drei weiteren Treffern.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst nicht. Burlafingen blieb seiner taktischen Marschroute treu und kassierte durch Marco Kurz (53.) und Onur Mutlu (59.) die Gegentreffer sechs und sieben.

Erst als Neu-Ulms Spielertrainer Ünal Demirkiran mächtig am Personalkarusell drehte und sein Wechselkontingent voll ausschöpfte, kam Burlafingen besser in die Partie. Bei den Großchancen von Daniel Krumm (61.), Tobias Maier (67.), Niklas Barabas (77.) und Tim Vranjes (81., 88.) stand aber Neu-Ulms Keeper Isaac Amoh dem Ehrentreffer im Weg. Auf der Gegenseite setzte Christian Bohnacker mit der letzten Aktion des Spiels noch den Schlusspunkt zum 0:8 (91.).

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