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Frauenfußball

05.12.2018

Der FV Bellenberg steckt in der Krise

Bellenbergs ehemaliger Trainer Joachim Baumeister und der Verein trennten sich in der Vorrunde einvernehmlich.
Bild: Margit Kühner (Archiv)

Die Hinrunde des FV Bellenberg in der Oberliga lief total verkorkst, dabei ist er das Aushängeschild der Region im Frauenfußball. Das sind die Gründe.

Bellenberg Mit einer Talfahrt hat das, was die Oberliga-Fußballerinnen des FV Bellenberg derzeit erleben, schon lange nichts mehr zu tun. In der Tabelle sind sie zwar vorletzter, allerdings nur deshalb, weil der VfL Sindelfingen seine Mannschaft zurückgezogen hat. Vielleicht kann sich die Mannschaft ja in der Winterpause wieder etwas sammeln, denn nach dem Spiel gegen den SV Hegnach am Sonntag haben die Spielerinnen jetzt erst einmal bis zum 17. März spielfrei. Allerdings ging auch die Partie gegen Hegnach verloren. (1:4). Nur ein Punkt aus neun Spielen, acht erzielte Tore, 39 Gegentore und neun Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz – so lautet die Bilanz der Mannschaft. Doch woran liegt das?

Wie kam es zu dieser verkorksten Hinrunde?

Abteilungsleiter Armin Kling führt die Misere hauptsächlich auf das große Verletzungspech zurück. Es gab Spiele, bei denen bis zu zehn Spielerinnen aus dem Kader der ersten Mannschaft nicht auflaufen konnten. Durch das Fehlen der Führungsspielerinnen waren natürlich die jungen Nachwuchsspielerinnen sehr verunsichert, sodass immer wieder Fehler im Angriff und in der Abwehr passierten.

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Schlägt die schlechte Tabellensituation auf die Laune der Spielerinnen?

Kling meint, dass die Stimmung aufgrund der Spielergebnisse und des Tabellenplatzes natürlich „im Keller“ sei. Niemand sei zufrieden, doch die Abteilungsleitung versuche, die Akteurinnen durch Änderungen neu zu motivieren.

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Wie sehen diese Änderungen aus?

Bereits nach dem vierten Spieltag und der hohen 0:7-Niederlage gegen den Karlsruher SC trennten sich der Verein und Trainer Joachim Baumeister einvernehmlich. Das Training wird nun vereinsintern geleitet. Laut Kling steht auch bereits ein Name für das Traineramt im Raum, den er aber noch nicht nennen will. Nach der Winterpause soll der neue Trainer dann präsentiert werden. Außerdem möchte der Vorstand versuchen, die ein oder andere neue Spielerin als Verstärkung zu verpflichten. Vor allem hoffen die Verantwortlichen im Verein aber, dass möglichst viele Frauen wieder gesund und fit werden. Dann kann der FV gestärkt in die Rückrunde starten und versuchen, durch Siege den Abstieg doch noch zu verhindern. Armin Kling zeigt sich jedenfalls kämpferisch: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Was würde ein Abstieg für die Spielerinnen und den FV Bellenberg bedeuten?

Die Spielerinnen haben 2017 als Team aus Bayern mit dem Aufstieg in die Oberliga BW einen großartigen Erfolg verbucht. Diese Oberliga ist immerhin die vierthöchste Klasse nach den Bundesligen und der Regionalliga. In einer solchen Klasse spielten im Männerbereich aus dem Landkreis Neu-Ulm nur die SpVgg Au in ihren besten Zeiten und der Regionalligist FV Illertissen. Falls der Abstieg doch nicht zu vermeiden sein wird, will der Verein die „Herausforderung Verbandsliga“ annehmen und versuchen, in dieser Klasse eine gute Rolle zu spielen. Finanzielle Einschränkungen muss von den Spielerinnen ohnehin keine erwarten, weil sie vom Verein kein Geld bekommen.

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