Tischtennis

15.09.2016

Der Jubel ist verstummt

Vor etwas mehr als einem Jahr hatten sich die Männer des SC Staig noch über den Aufstieg in die Regionalliga gefreut. Künftig spielen sie freiwillig eine Etage tiefer.
Bild: Ilse Riedel

Die Männer des SC Staig haben frühzeitig zurückgezogen, jetzt tun es ihnen die Herrlinger Frauen gleich

In der vergangenen Saison hatte der Tischtennisbezirk Ulm noch zwei Mannschaften in den vierthöchsten deutschen Spielklassen, in der kommenden keine einzige mehr. Nach den Männern des SC Staig ziehen sich auch die Frauen des TSV Herrlingen in die Oberliga zurück.

Die hatten sich immerhin 14 Jahre lang in der Viertklassigkeit behauptet, fast immer gegen den Abstieg gespielt und es stets irgendwie geschafft. In der vergangenen Saison hätte es allerdings eigentlich sportlich nicht gereicht, wegen des Verzichts anderer Mannschaften wäre Herrlingen trotzdem in der Liga geblieben. Auf diese Option allerdings verzichtet der Blausteiner Vorortverein, da Anja Skokanitsch für ein halbes Jahr eine Au-pair-Stelle in England angenommen hat. Die Entscheidung kam spät, die Wechselfrist war bereits abgelaufen und eine Ersatzspielerin für die scheidende Nummer zwei wäre ohnehin schwer zu finden gewesen. Die verbliebenen Spielerinnen Katrin Honold, Sonja Rembold und Paula Truöl wären in der Hinrunde der Regionalliga auf völlig verlorenem Posten gestanden. Im Spielbetrieb der Oberliga, der für Herrlingen am 24. September mit einer Hausaufgabe gegen Rastatt beginnt, können dagegen die Talente aus der zweiten Mannschaft aushelfen. Und wenn dann Anja Skokanitsch in der Rückrunde wieder mit von der Partie ist, wird Herrlingen wieder angreifen. Manager Wolfgang Laur versichert: „Wir haben die Regionalliga nicht für alle Zeiten abgeschrieben.“

Ganz ähnlich sieht man das beim SC Staig, der sich aus finanziellen Gründen schon zum Ende der vergangenen Saison zum Rückzug der Männermannschaft entschieden hat. Es war nicht etwa so, dass die Spieler zu viel bekommen hätten. „In unserer Sportart verdient man doch sogar in der Zweiten Liga kaum Geld“, sagt Abteilungsleiter Ralf Mieke. Der Spielbetrieb allgemein wurde zu teuer, nach nur einem Jahr in der Viertklassigkeit gibt es deswegen künftig nur noch Oberliga-Tischtennis. Die Spitzenspieler Dimitrij Mazunov und Irvin Bertrand sind weg, die neue Nummer eins im Heimspiel gegen Plüderhausen am kommenden Sonntag ist Gerd Richter. (pim)

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