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Fußball

14.01.2019

Der Pott geht beim Elchinger U11-Eurocup nach Frankreich

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Als ob sie sich sicher gewesen wären, dass sie den Riesenpott mit nach Frankreich nehmen. Der Jubel der Jungs aus Torcy fiel eher verhalten aus.

Torcy verhindert den vierten Turniersieg von Bayer Leverkusen. Einen Erfolg feierte auch eine Spielerin des Außenseiters FC Burlafingen

Die E-Jugend von US Torcy hat gestern als zweites ausländisches Team nach Juventus Turin den U11-Eurocup des SV Oberelchingen gewonnen. In einem spannenden, temporeichen und hochklassigen Finale bezwangen die jungen Franzosen die Mannschaft von Vorjahressieger Bayer Leverkusen nach Verlängerung und Elfmeterschießen 3:2. Damit verhinderte Torcy den vierten Titelgewinn des Gegners, bei dessen Jungs nach der unglücklichen Niederlage ein paar Tränen flossen. Turnierleiter Tom Fuchs hingegen machte den Strahlemann. „Das war sicher das beste Turnier, das wir bisher erlebt haben“, sagte er völlig euphorisiert und heiser vom vielen Reden und Anfeuern: „Ein spannendes und tolles Finale, insgesamt sehr gutes Niveau, die gelungene Rückkehr zu 24 Mannschaften, es gibt nichts zu verbessern.“ Dritter wurde das Team des Hamburger SV, das Hertha BSC 2:1 besiegte. Einen Erfolg gab es für den FC Burlafingen: Sophie Klein wurde zur besten Torhüterin des Eurocups gewählt und kam somit ins Allstar-Team.

Gruppensieger Bayern München

Aber insgesamt dominierten schon in der Vorrunde die Nachwuchsfußballer der Profivereine. So gewannen Bayer Leverkusen, der 1. FC Heidenheim, SC Freiburg, Eintracht Frankfurt, Bayern München und 1860 München ihre jeweilige Gruppe. Die Mannschaften aus der Region hatten wenig zu bestellen. Die SGM Dietenheim/Regglisweiler landete ebenso wie der FC Burlafingen und Gastgeber SV Oberelchingen jeweils punktlos auf dem letzten Platz. Der SSV Ulm 1846 Fußball kam ebenso wie der SV Jungingen auf Rang drei, wobei den Ulmern ein 5:2-Sieg gegen die Finnen vom FDS Suomi gelang und die Junginger mit 2:0 die Oberhand über das australische Team vom Amity FC behielten. Dieses war den Anforderungen des Turniers letztlich nicht gewachsen.

Aus der Zwischenrunde qualifizierten sich schließlich Torcy, 1860 München, der VfB Stuttgart, Hamburger SV, Bayern München, Bayer Leverkusen, Hertha BSC und FC Basel fürs Viertelfinale. Torcy bezwang die kleinen Löwen 2:1, der VfB unterlag dem HSV glatt mit 0:3, Bayer Leverkusen setzte sich erst im Siebenmeterschießen mit 4:3 gegen den FC Bayern München durch und Hertha Berlin besiegte den FC Basel mit 3:1.

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Die Stimmung in der zwei Tage lang proppevollen Brühlhalle war inzwischen auf dem Siedepunkt. Das Spiel um Platz drei war schon eine spannende Angelegenheit. Angetrieben vom HSV-Fanklub setzten sich die jungen Hanseaten gegen die Berliner, denen augenscheinlich die Kräfte ausgingen, mit 2:1 durch.

Dann das Endspiel mit großer Zeremonie: Flaggen, Nationalhymnen, die Präsentation des Pokals, dann pfiff Schiedsrichter Manuel Bergmann die Partie an. Es entwickelte sich ein Spiel, das hin und her wogte, in dem um jeden Ball, um jeden Zentimeter Raum mit unglaublichem Biss gekämpft wurde. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1. Eine fünfminütige Verlängerung musste her, in der auch der französische Torhüter immer wieder im Mittelpunkt stand. Wie ein paar andere Spieler im insgesamt sehr fairen Turnier auch, die es aber nicht wirklich schlimm erwischte, war er am Samstag noch verletzt und in die Klinik gebracht worden. Er wurde geröntgt, es gab Entwarnung und gestern stand er wieder zwischen den Pfosten seiner Mannschaft.

Auch nach der Verlängerung stand es 1:1. Im anschließenden Elfmeterschießen waren die Franzosen etwas nervenstärker und siegten am Ende 3:2. Der Jubel bei den Jungs, die sich im überregionalen Qualifikationsturnier durchgesetzt hatten und deshalb am Wochenende dabei waren, fiel eher bescheiden aus. Fast so, als ob sie den Gewinn des Pokals auf jeden Fall erwartet hätten. Mal sehen, ob sie bei der 15. Auflage am 18. und 19. Januar 2020 wieder am Start sind.

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